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liche Wirkungen, besonders gegen Krankheiten, hervorzubringen. Im weiternSinne bedeutet Talisman ein Natur - oderKunstcrzeugniß, welches durchs. Naheim Stande ist, die Einflüsse der Dämonen zu hemmen, und also den Schaden, densie zufügen könnten, abzuwenden. Etwas ganz Ähnliches bezeichnet man durchAmulet (s. d.). Vielleicht unterscheidet sich der Talisman durch eine größere, wei-ter verbreitete Wirksamkeit von demAmulct, und nach Göthe („Westöstl. Divan",1, 2), daß die Zeichen oder Worte beim Talisman auf Edelsteine, beim Amuletauf Papier geschrieben sind. Da beide zur Vertreibung der größten irdischen Übel,der Krankheiten nämlich, am häufigsten, vielleicht auch am frühesten gebraucht wur-den , so greift ihre Geschichte oft in die Geschichte der Medicin ein, und zwar vonden ältesten Zeiten bis auf die neuesten herab und fast bei allen Völkern, nur daßdie Talismane selbst sehr verschiedener Natur waren; so bei den Ägyptern die Bild-nisse der Götter und heiliger Thicre, wie des Ibis und des Skarabäus; bei denGriechen die ephesischen Worte aufTäselchen geschrieben und andre Telesmata; beiden Römern manche Idole, die man an Kettchen immer bei sich trug; bei den Ara-bern und Türken geschriebene Sprüche des Koran; später endlich und im Abend-lande selbst Schaumünzen von bestimmten Metallen, unter besondern Eonstellatio-ncn geprägt und mit magischen Eyarakteren bezeichnet; im Mittclalter die Reli-quien und Reliquienkästen, die geweihten Kerzen und Weidenruthen, Rosenkränzeu. dgl. mehr. Aber auch Steine, Kräuter, Theile von Thieren ic. dienten unddienen noch jetzt als Amulcte und Talismane gegen mancherlei Krankheiten, selbstgegen bevorstehende. Im Miktelalter machte die Astrologie und die Kenntniß derTalismane und Amulete einen Theil selbst der wissenschaftlichen Medicin aus; ge-genwärtig hat sich zwar diese Kenntniß in den Bereich der Volksquacksalberei undin die Anwendung sympathetischer Mittel zurückgezogen, aber die Magnetiseursvertrauen ihre Heilkraft dem von ihnen magnetisirten Wasser, Eisenstäben, Baque-ten, selbst Uhren und Kleidungsstücken an, und schaffen auf diese Weise eine neueArt von Talismanen. Vgl. das seltene und fleißig gearbeitete Werkchen: „ketr.Iricl. elrpe <Ie prostiAiosi« naturae et aiti» operidu» talismaneg ct amuletallietis oum rovcnsiono soriptoruin lrujus arAUmeuti über oinAuIaris" (Hamb.1717); deutsch: „Geschichte der talismanischen Kunst" (Germanien 1792). Überdie Amulete und Talismane der Moslemin s. Reinaud's „Nonumens <I>: csbinetcl«; Nr. le Vuv «ie Ll-lva«' (Paris 1828). Die talismanischen Hemden der Mos-lemin , beschrieben v. Hammer im 45. Bde. der „Wiener Jahrb.", 1829. 16.
Talk, ein Mineral von grünlichweißer Farbe, fettartigem Perlmutterglanz,und von ausgezeichneter Thcilbarkeit nach Einer Richtung. Es findet sich in"dün-nen 6seitigen Tafeln, gewöhnlich aber derb und eingesprengt, ist sehr mild, bieg-sam , fettig, weich und sein specif. Gewicht — 2. 8. Vorzügliche Fundorte sindverschiedene Gegenden der Alpen. — Da der Talk die rothe Farbe leicht annimmt,die Haut sanft^und geschmeidig erhält, auch keine schädlichen Eigenschaften besitzt,so wird er gewöhnlich zur Basis der Schminken benutzt.
Talkerde. Im Anfange des vorigen Jahrh, verkaufte man in Rom einweißes Pulver u. d. N. sitz», das alle Krankheiten heilen sollte. Zehn
Jahre nachher fand man, daß sich dieses Pulver, welches man für Kalkerde hielt,aus dem engl. Salze ziehen lasse, und 1755 wurde es als eigne Erdart erkannt.Sie wird bald Magnesia, bald Bittererde, bald Talkerde genannt; das letztere,weil sie einen Bestandtheil des Talkes ausmacht. Sie kommt weniger häufig alsdie Kalkerde, aber doch in allen 3 Naturreichen vor. Man erhält sie aus der schwe-felsauren Talkerde, gewöhnlich Bitter - oder englisches Salz genannt, die aus ei-nigen Quellen in England und Deutschland im Überflüsse gewonnen wird. Manlöst dieses Bittersalz in kochendem Wasser aus und vermischt die heiße Auflösungmit einer ebenfalls kochendheißen Auflösung von kohlensaurem Kali in Wasser. Es