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11 (1830) T bis V
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Laganrog Tageslicht 15

wiederholt wird. (Vgl. Schubert's7(1,sichten von d. Nachtseite d.Naturwissensch.",3. A., Dresd. 1827).

Taganrog, '1'roi?.)caja Krepostinr '1'.iA»nrolerr (56° 18' 45" L., 47° 12'40" Kr.), eine von Peter d.Gr. 1699 angelegte, von Petersburg 1875Werste oder266 geogr. Meilen entfernte Hafenstadt (die Festungswerke sind jetzt eingegangen),anf einer Erdzunge des asowschen Meeres, der Hauptstapelplatz für den Don, Do-n-z und Wolga (im Gouvern. Jekatcrinoslaw, zu Neurußland gehörig), nächstOdessa die blühendste Handelsstadt im südl. Rußland, mit 1600 gutgebauten H.und (1823) 14,000 E., meistens Griechen, hat eine vorn Frech. v. Kampcnhaufenangelegte Quarantaineanstalt, Schiffswerft, eine Börse, an 180 steinerne Ma-gazine, ein Handelsgericht und ein Handclsgymnasium. In den Hafen von T. kön-nen wegen Scicktigkcit des asowschen Meeres nur mittelmäßige Schiffe einlaufen,die sich zu Fcodosia oder Kertsch erleichtern müssen. Von 181020 bclief sich dieEinfuhr auf 47,650,000, die Ausfuhr auf 67,434,000 Rubel. T. hat. wie diebeiden andern Hauplstapelstadte des südl. Rußlands, Odessa und Feodosia, seineneignen Oberbefehlshaber, der unmittelbar unter dem Kaiser steht und die Militair-,Hafen - und Stadkpoüzci, die Bauten, Quarantaine, Zölle ic. verwaltet. DasKlima ist durch die Seewinde stets gemäßigt, die Lust mild und gesund, das Landerzeugt treffliches Obst und Gemüse im Überfluß, sehr gute Weintrauben, und Wei-zen wächst in ungedüngtcm Neuland mehre Jahre nach einander 20ZOfältig;der Maulbecrbaum komint sehr gut fort. Allein in der Umgegend fehlt es an Holz.Der gesunden und milden Luft wegen begab sich die Kaiserin Elisabeth im Sept.1825 zur Herstellung ihrer Gesundheit nach T. Ihr Gemahl, der Kaiser Alexan-der, begleitete sie dahin. Er kam am 25. Sept. 1825 in T. an, untersuchte mitgewohnter Sorgfalt die Einrichtungen in der ganzen Provinz, bereiste die Krim,kehrte aber krank nach T. zurück, bekam ein hitziges Gallensieber und starb am1. Der. 1825 in den Armen seiner Gemahlin. Dieser Monarch hatte die Absicht,nach s. 50. Lebensjahre sich in diese südl. Gegend ganz zurückzuziehen und daselbsteinen Landsitz für sich und f. Gemahlin zu kaufen. 1830 ward in T. theils aufKosten der Bürger, theils aufKosten der kaiscrl. Familie Alexanders Bildsäule vonErz (nach e. Zeichnung von Markos, gegossen von Jakimoff) auf einem Piedestalevon Marmor mit Granitstufen errichtet. 20.

Tagebogen. Die verschiedenen Parallelkrcise des Äquators werden von denverschiedenen Horizonten auch in verschiedene Halsten getheilt. (S. Tag.) Die-jenige dieser beiden Hälften nun, welche über dem Horizont- steht, heißt der Tagc-bogen des betreffenden Gestirns, indem die Dauer der Sichtbarkeit dieses Gestirnsauf die Zeit beschränkt ist, welche dasselbe in dieser Hälfte zubringt. Wie, nachMaßgabe der gegenseitigen Lage von Horizont und Gestirn, des letztern ganzer Tag-kreis (s. d.) über oder unter dem Horizont stehen, und das Gestirn also dcmBeob-achter entweder gar nicht unter - oder gar nicht aufgehen kann, s. Tag.

Tagekreise nennt man die Parallelkreise des Äquators, besonders mitBezug auf die verbundene, scheinbare tägliche und jährliche Bewegung der Sonneum die Erde. Die Sonne beschreibt nämlich (s. Tag), wenn sie sich nicht imÄquator selbst befindet, täglich einen andern Parallelkrcis desselben, welcher nun,in Bezug auf diese Bewegung, ihr jedesmaliger Tagckreis wird. Gleichergcstaltkann im.li den Begriff auch anf andre Gestirne ausdehnen.

Tageslicht. Die gleichförmige Verbreitung des Tageslichts (nicht Son-nenlichts) bedarf ebensowol einer Erklärung, als z. B. die bei uns ungewöhnlicheErscheinung des Nordlichts. Allerdings ist die Sonne, in ihrem Verhältniß zu un-serm Planeten, die erste Ursache des Tageslichts (s. Licht); allein das Tageslichtkann darum nickt ein s mit dem Sonnenlicht sein, weil das Sonnenlicht sich, wieüberhaupt alles Licht, nur m geradenLinien fortpflanzt, das Tageslicht aber auch da