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zeigen. Berechnet man aber nach der gegebenen Formel die Expansivkraft desin der Luft enthaltenen Wasserdunstes, so erhält man dieselbe Gröfse, wie auchzu erwarten ist, da der in der Nähe des Ofens mit der Luft zugleich erwärmteW asserdunst, wenn er sich ausdehnt, doch eben deshalb, weil er sich ausdehnenkann, seine Expansivkraft nicht ändert.
Einen Versuch dieser Art, den ich in einem sehr geräumigen Zimmer vorKurzem anstellte, setze ich zur Veranschaulichung des Gesagten her.
I Fsyclirometer.
Berechnete
Daniells
Saus&ure's
Baronie- . .
trofkn.
feucht.
Expan-
Thau
Hyirrom.
Hygrrom.
terslaml TJienllt
Therm.
sivkr.
punkt
beobachtet
berechnet
333,9"' 1 12,6
7,7
2,44"
1,0°
1,0 0 R.
58° — 63 °
| 14,2
8,5
2,42
0,9°
(31,5 ° F.)
53 0 — 57
Die Uebereinstimmung beider Anzeigen ergiebt sich aus der Vergleichungder Expansivkräfte, die nur um T | w einer Linie von einander abweichen. Dafsdas Ilaarhygrometer dabei zur Trockenheit gehen müsse, je höher die Temperaturder Luft ist, begreift man leicht, doch stimmen die hier berechneten Grade nicht zuSaussüre's anderweitigen Angaben, nach welchen das Haarhygrometer bei 5° Unterschiedund ungeänderter Feuchtigkeit, wenn es 58° hat schon 5.0/645 = 3,1° Temperatur-veränderung voraussetzt, welches fast das Doppelte des hier beobachteten Unter-schiedes ist, der nur 1,6° beträgt. So giebt auch v. Saussüre an, dafs zu 58° — 63°seines Hygrometers eine Temperaturerniedrigung von 25,5 — 16,7° R. gehöre,um in der Luft eine Condensation des Wasscrdunsles hervorzubringen; dahinge-gen nach unserem Versuche dazu nur 11,6° gehören. Man sieht hieraus, wie un-genau theils die durch mühselige Rechnungen erhaltenen Saussür’schen Zahlen,und wie schwankend überhaupt die Anzeigen des Haarhygrometers sind.
Uebrigens zeigen Versuche der Art, wie ich eben angeführt habe, ganzdeutlich, dafs die Vermuthung Munke’s im Gehler’schen Wörterbuche VI S. 656unhaltbar ist. Gäbe, wie a. a. O. durchgeführt wird, das feuchte Thermometerden Thaupunkt an, so würde dasselbe in beiden Versuchen einen gleichen Standbehauptet haben. Es zeigte sich aber nicht nur in diesem Falle die gewifs nichtals Beobachtungsfehler zu betrachtende Differenz von 0,8°, sondern ich erhielt beiallen Versuchen dieser Art einen hohem Stand des befeuchteten Thermometers,je näher ich das Instrument dem Ofen brachte, kam aber durch Rechnung jeder-zeit. auf gleiche oder beinahe gleiche Dunstspannung.