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den es aber vielleicht nur \ Minute, keinesweges so lange als es feucht ist, be-hauptet, stimmt nach den Versuchen, die ich von Zeit zu Zeit angestellt habe,auffallend mit dem sowohl durch das Daniell’sche Hygrometer angezeigten, als auchnach der Angabe des Psychrometers berechneten Thaupunkte überein. Es wäreinteressant, wenn man auf so einfachem Wege den Thaupunkt beobachten könnte,doch ist meine Untersuchung noch nicht so vollendet, dafs ich mit Bestimmtheitmich hierüber ebenso, wie über die Brauchbarkeit des Psychrometers mit Wasserbe-feuchtung aussprechen könnte, und ich will die folgende Erklärung des Phänomens,ohne die von der Erfahrung zu erwartende Unterstützung noch nicht als ausrei-chend aufstellen. Ich stelle mir nämlich die Sache so vor. Der Weingeist ver-dunstet lebhafter als das Wasser, doch nicht viel lebhafter, da die Expansion des-selben bei gleicher Temperatur noch nicht das Doppelte beträgt. Kommt also dasin der Nähe des Thaupunktes schon langsamer sinkende Thermometer, welchesmit "Weingeist befeuchtet ist, auf diesen Punkt, so mufs das fernere Sinken des-selben sogleich gehemmt werden, da sich der nun condensirte Wasserdunst derAtmosphäre tropfbar mit demselben vermischt und eine augenblickliche, wennauch noch so geringe Erwärmung durch diese Mischung hervorbringt. Daher derkurze Stillstand und das darauf erfolgende Steigen des befeuchteten Thermometers.Bewährte sich hier die Theorie an der Erfahrung, so hätten wir eine einfachereMethode das Psychrometer zu prüfen, welches aber auch vor diesem Verfahren denVorzug behaupten würde*). Ich empfehle auch die aus solchen Versuchen herge-leitete Tabelle der Aufmerksamkeit der hochgeehrten Anwesenden, und bin bereit,in einer physicalisch-meteorologischen Section heut Nachmittag Versuche auf einemPlatze, in dem Garten, wo wir nach Tische versammelt zu sein pflegen, anzustel-len, die namentlich für die Spiritusbefeuchtung sehr günstig ausfallen dürften, dasie mir gestern und vorgestern noch sehr gut gelungen sind.
Zusätze und Erweiterungen.
Um nach der in der Anmerkung S. 7 gegebenen Formel rechnen zu kön-nen, mufs man für jede Temperatur t 1 die zugehörige Dunstspannung im Ma-ximum e kennen. Diese ergiebt sich aus folgender Tafel:
*) Fortgesetzte Untersuchungen tiher diesen Gegenstand haben mit}) überzeugt, dafs mir beigewissen liygrometrisciien Zuständen der Luft, diese Methode annähernde \\ r erthe giebt. Jeder Luft-zustand erfordert eine andre Beschaffenheit des Weingeistes, um die Erscheinung zu zeigen*