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Ueber die Fortschritte der Hygrometrie in der neuesten Zeit : eine physikalische Vorlesung nebst erläuternden Zusätzen und der Berechnung einiger hygrometrischen Beobachtungen, welche bei Gelegenheit der Reise Sr. Excellenz des Freiherrn Alexander von Humboldt im nördlichen Asien und an den Ufern des caspischen Meeres angestellt worden sind
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Abweichung des nach meiner Angabe construirten Daniellschen Instrumentes vondem Psychrometer.

So z. B. erhielt ich am 31.. Juli 1827 auf dem Gipfel des Brocken um3§ Uhr Nachmittags bei einem Barometerstände von 298,1 /;/ die gröfseste Psy-chrometerdifferenz des Tages, nämlich 11,6 9,0 = 2,6; dazu gehört die Expan-sion 3,86, die verhältnifsmäfsige Feuchtigkeit t> der Thaupunkt -i- 6,5°. Zweigleichzeitig beobachtete Daniellsche Instrumente beschlugen bei 48° und 47° F.Der Thaupunkt ist demnach bei 47,5° F. anzunehmen, d. h. 6,8° Pi; zu diesemgehört die Expansion 3,95 und die verhältnifsmäfsige Feuchtigkeit T 6 5 3 .

Ich wähle diese Beobachtung, weil sie ein interessantes Datum enthält.Alle übrigen, deren ich überhaupt mit diesem Instrumente sehr viele angesiellthabe, stimmen eben so genau, gröfstentheils noch genauer, wie sich aus den dar-über bereits gedruckten Resultaten ergiebt.

Die frühesten Psychrometer-Beobachtungen sind in Carlsruhe vom Pro-fessor Boeckmann im Sommer 1802 zwei Tage hindurch zur Controlle des da-mals neuen Leslieschen Hygrometers angestellt worden. Der Beobachter hattedie Kugel des einen Thermometers mit Goldschlägerhäutchen umgeben und inWasser eingetaucht. Unter den wenigen Beobachtungen, welche Boeckmann indieser Art anstellte, findet sich eine recht interessante. Am 27. Juli Uhr Nach-mittags beobachtete er bei einem Barometerstände von 331,6 zwischen demtrockenen und feuchten Thermometer eine Differenz 21,5 13,7 = 7,3° R.Dazu gehört nach unserer Formel eine Expansion von 3,89 /// und eine verhält-nifsmäfsige Dunstmenge t 5 ö%> wozu 51 55° Sauss. berechnet werden. Boeck-mann beobachtete an dem Haarhygrometer 50°. In den ührigen Beobachtungendieses und der folgenden Tage zeigt sich keine so gute Uebereinstimmung desHaarhygrometers mit dem Psychrometer, wie denn überhaupt die Vergleichungmit dem Haarhygrometer der Natur der Sache nach nur schwankende Resultategeben kann.

Die besten Beweise der Brauchbarkeit des Psychrometers zu hygrometri-schen Bestimmungen giebt uns das Instrument selbst an die Hand. Wenn manin einem geräumigen geheizten Zimmer bei verschlossenen Fenstern und Thüren,so dafs man überall gleichen Feuchtigkeitszustand der Luft voraussetzen kann,zur Winterszeit Beobachtungen nahe den Fenstern und nahe dem Ofen anstellt,wobei man das Instrument durch ein Blatt Papier gegen die Einwirkung derStrahlwärme schützen mufs, so werden die Thermometer einen ungleichen Stand