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Die Leichtigkeit psyclirometrisclier Beobachtungen. welche erforderlichen Falles auch mit ei-nem einzigen Thermometer angestellt werden können, und der hohe Grad von Genauigkeit, welchensie gewähren *), wird gewifs in kurzer Zeit viel Licht über diesen Theil der Meteorologie verbreiten,Besonders wird die Beobachtung der Dunstsättigung in verschiedenen Höhen zu interessanten , auch für dieHühenmessung wichtigen Resultaten führen. Als eine kleine Trohe solcher Beobachtungen, denen inder Folge Meteorologen und Reisende ihre Aufmerksamkeit zuwenden mögen, folge hier das Resultateiniger gleichzeitigen Psychrometer-Beobachtungen, die von mir und einem Freunde in Halberstadtam 31, Juli 1827 angestellt sind**).
Beobachtungen auf dem Brocken bei einemmittleren Barometerstände des Tages von
2!)7 / 5 |,//
Beobachtungen in Halbersladtbei einem mittleren Barome-terstände des Tages v. 334,0"'
Std.
[Psychrometer]
Exp. |Tliaup.
Daniel.
Psychrometer.
Exp.
Tliaii]
(i
I 0,4 — 8/8
4,44
i>/3
8,3
14,4 — 12,1
5,14
4 0/1
8
1 10/7 — 0/4
4/43
8,2
8,2
15,4 — 12,3
4,04
0,6
10i
11,0 — 0,4
4,33
7,0
7,8
17,4 — 12,6
4,44
8,3
1
; 11,4-0/3
4,13
V
7,6
18,5 — 12,0
4,28
7,8
H
I 11,6 — 0,0
3,86
6,5
6,8
18/8 — 12,5
3,83
6,4
6
i 10,0 — 8,5
3,74
6,2
6,5
17,5 - 12,2
4,06
~‘A
Die ganz allgemeinen Regeln für die Auffindung des Thaupunktes aus den Anzeigen desPsvchvomelers, welche als das Endresultat meiner bisherigen Lntersucliungcn zu betrachten sind, stel-len sich folgendermafsen. Ist F die Verdunstungskälte in SOllieiligen Graden; so findet man das zuge-hörige Druckmaximum e in Pariser - Linien nach der Formel:
7,0817243, F
A..... . Log e
0,3506511
213,4878 -1- F
Ist ferner t die Luftwärme und b der Barometerstand auf 0° Quecksilberwärme reducirt und in Pari-ser-Linien ausgedrückt; so ist der Druck des atmosphärischen Dunstes e 7 durch folgende Formelgegeben:
B.e 7 = e' —
0,558 (t — F) b
512 — F
Hat man auf diese Weise den Druck des atmosphärischen Dunstes e 7daraus den Thanpunkt t // nach folgender Formel:
Log e 7 — 0,3506511
berechnet; so findet man
C.t" = 213,4878
8,3323754 — Log e 7
*) Man vergleiche in dieser Hinsicht auch: Scliüblers Bemerkung in Scliweigg. Jahrb. d. Physik.1830. 2. S. 214.
**) Die Maafse sind wie in den vorigen Tafeln Reaum, Grade und Pariser - Linien. Feber dieBeobachtungen' des Daniell’schen Instruments, aus deren Anzeigen die 5te .Spalte das Mittel angiebt, istschon S. 21. gesprochen. Die Vergleichung dieser Spalte mit der vorhergehenden bietet übrigens einenBeleg zu dem über die Zusammenstimmung beider Instrumente dort Gesagten.
***) Für Centesimalgrade und metrisches Maafs sind die drei Formeln:
23,045371 F 0.558 (t — F) b
A . . . Log e' = — : — r — - 2,2060383 ; B . . . c 7 = e — '
800 -H 3 FC . . . t" =
640 — t'
800 2,2060883 -f- Log e 7
3 5,6857520 — Log. e 7
Leber die Entwickelung von A und C vergleiche man Gehler’s pliys. Wörterb. H. S. 648 und meinefrühere Abhandlung: Leber die Anwendung des Psychrometers zur Hygrometrie, Berlin b. Nauk 1828.