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tungsvermögen des Wassers und des Glases mufste hiebei natürlicher Weise beidemselben Zustande der Luft auf bemerkliche Abweichungen führen, die demscharfsehenden v. Saussüre nicht entgingen. Schade nur, dafs dieser, statt eine pas-sendere Methode der Beobachtung zu erfinden, die Idee des mislungenen Versucheswegen ganz von sich wies, deren weitere Verfolgung die Hygrometrie gewifs Ischneller gefördert hätte, als die mühselige Untersuchung, die der scharfsinnigeMann dem eigensinnigen und oft widerspenstigen blonden Frauenhaar widmete,dessen hygroscopischc Eigenschaften er zu einem freilich sehr vergänglichen :und demWandel alles Organischen ausgesetzten, aber nichts desto weniger empfindlichenund durch die Berechnungen .des Erfinders ziemlich brauchbaren Instrumente zubenutzen wufste, das neben dem Eischbeinhygrometer Deluc’s, und wegen gröfsererEmpfindlichkeit noch mit einem gewissen Vorzüge vor demselben, bis in die neu-esten Zeiten zu den wichtigsten Beobachtungen angewendet wurde. Dalton nahmdie von Saussüre verworfenen Vorschläge LeRoi’s wieder .auf; doch erhielten dieseerst ihre zweckmäfsigste Anwendung als Daniell die nach ihm benannte sinn-reiche Vorrichtung angab, vermittelst deren man den Thaupunkt, wenn auch in-nerhalb der Gränzen eines halben Reaumürschan Grades schwankenddennoch sogenau erhält, als es nur irgend zu meteorologischen Bestimmungen erfordert wer-den kann. Obgleich ich dies Instrument allen hochverehrten Mitgliedern diesesVereines als bekannt voraussetzen kann, so habe ich es doch hier vorzeigen wol-len, um eine kleine Veränderung, die ich demselben mit gutem Erfolg gegebenhabe, kurz berühren zu können*). Die Beobachtungskugcl nämlich, in welcher
*) Für diejenigen Leser dieser Abhandlung, welche mit diesem sinnreichen Instrument-weni-ger bekannt sein sollten, habe ich die Abbildung desselben in der nach meiner Angabe verändertenGestalt, in der ersten Figur der angelielteten Tafel darstellen lassen, a ist die Beobachtungskugel zurHälfte mit Schwefeläther gefüllt und äufserlicli mit einem glattpolirten, in das Glas eingebrannten Gold-ringe bc überzogen, dessen Gränzen in der Figur durch punktirle Linien angegeben -werden. DieseKugel a ist so gebogen, dafs ein in der damit verbundenen Rohre c d heiindliches Thermometer seineKugel e theils zur Hälfte in den Schwefeläther eintaucht, -dessen Oberfläche in der Zeichnung durchdie unpunktirte Linie markirt ist, theils möglichst nahe an der äufseren Oberfläche des Goldreifens sichbefindet; so dafs die Entfernung ec höchstens - Pariser Linien beträgt. Mit der Rohre cd steht eineandre de in Verbindung, an welcher die Kugel f angeblasen ist. Das Innere der ganzen Vorrichtungmufs luftfrei sein. Dies wird vom Künstler erreicht, wenn er den Aether in a über einer Spirituslampevorsichtig siedet ond durch die Dämpfe desselben die Luft aus einer feinen Rohren-Spitze bei f ver-treibt, diese Rühre dann fofort zuschinilzt. Die Kugel f ist mit Musselin überzogen und das Ganzeruht auf einem Stativ g. Beim Versuch träufelt man äufserlicli etwas Aether auf die Kugel f. Der
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