durch die bekannte Behandlung des Instrumentes Kälte erzeugt und dadurch andem äufseren hier vergoldeten Umfange der Kugel ein Hauchring hervorgebrachtwird; ist nach meiner Angabe so gebogen, dafs das innere Thermometer demäufsern Umfange möglichst nahe ist, damit die Uebcreinstimmung zwischen derTemperatur des äufseren Umfanges, an welchem die atmosphärischen Dünstecondensiren und des innern Thermometers möglichst genau sei. Denn viele sehrsorgfältige gleichzeitige Versuche mit Instrumenten von verschiedener Constructionhaben mich belehrt, dafs die Anzeigen des innern Thermometers beim Entstehendes Hauchringes immer niedriger werden, je weiter das Thermometer von deräufsern Oberfläche der Kugel entfernt ist; offenbar eine Folge der schlechten Lei-tung der Flüssigkeit und des Glases, die bei diesem Instrumente nur weniger stö-rend hervortritt, als bei dem Verfahren, welches den ältem v. Saussüre so unbefrie-digt gelassen hatte. Was die Beobachtung dieses zweckmäßigen Instrumentes an-belrifft; so erlaube ich mir nur noch darauf aufmerksam zu machen, dafs mansich nicht eher für überzeugt halten kann, einen richtigen Versuch gemacht zuhaben, als wenn man bemerkt, dafs das innere Thermometer in dem Augenblick,wo äufserlich der Hauchring sichtbar wird, auch zugleich zu sinken aufhört und
Aether verdunstet sehr rasch und kühlt dabei die Glaskugel f beträchtlich ab. Es befindet sich aberin dieser Kugel notliw endigerw eise Aetlierdunst und zwar im Maximo für diejenige Temperatur, welchedas Instrument vor dem Versuch halte. Ein Tlieil desselben inufe also condcnsirt, d. li. durch die Ab-kühlung in tropfbaren Aether verwandelt werden, der sich unten in der Kugel f ansammelt, Dadurchwird aber der Druck vermindert, den der Aetlierdunst auf den Aether in der Kugel a ausübte und eskann sich nun in a neuer Dunst entwickeln. Es 1ritt also augenblicklich im Innern der Beobaeh-tungskugel eine lebhafte Verdunstung ein. Durch diese wird Wärme gebunden. Die Oberfläche desAethers kiiliU sich daher hinter dem Goldringe be bedeutend ah. Gleichzeitig sinkt das Thermometer,dessen Kugel e in den SchwefeJällier eiutaucht. Das Glas wird natürlicher NVeise an der Stelle, woder Goblring bc ist, dadurch auch abgeküblt und je näher das Thermometer e diesem Goldringe liegt,desto mehr wird es auch in seiner Angabe mit der in c erzeugten Temperatur übereinstimmen. Ist mmdie den Jling bc umgebende Luft so abgekühlt, dafs der in der atmosphärischen Luft enthalteneDunst sein Maximum zu überschreiten anfängt, so wird er sich als ein feiner Beschlag an der Goldober-fläche zeigen und das Thermometer im Innern des Instruments wird dann den Thaupunkt, d. h. die-jenige Temperatur angeben, bei welcher der atmosphärische Dunst tropfbar zu werden anfangen miifste,wenn die Luftwärmc so weit abnähme. Beobachtet man also gleichzeitig ein möglichst frei hangendesThermometer, welches die Mechaniker sehr unpassend in dem Fuße g anzubringen pflegen; so giebtder Vnterschied beider Thermometer iin Augenblick der Entstehung des Hauchringes an, um wie vielGrade die atmosphärische .Luft abgekühlt werden müßte, wenn der in ihr enthaltene Wassexdunst an-fangen sollte, sich tropfbar auszuscheiden.