Druckschrift 
Die Reise der Herren Karl Green, Robert Hollond und Thomas Monk-Mason von London nach Weilburg am 7. und 8. November 1836 in dem Luftschiffe Royal-Vauxhall-Nassau : voraus geht eine kurze Geschichte der Aeronautik ; mit einer lithographierten Abb. des Ballons
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

an die ein Doppelzciger außerhalb der hölzernen Scheidewandangebracht ist. Der Zeiger bewegt sich auf einer dem Ziffer-blatte unserer Standuhren ähnlichen Scheibe, welche am Randein Grade abgetheilt ist. Auf der einen Seite steht(Steigen), gegenüber Noseeiitl (Fallen). Steigt derBallonin die Höhe, so setzt die durch die obere Oeffnung eindringendeLuft die Welle in Bewegung, und der Zeiger bewegt sich nachfällt derBallon, so setzt die durch die untere Oeffnungeindringende Luft die Welle in Bewegung, und der Zeiger be-wegt sich nach der entgegengesetzten Richtung, nach Neseenck.— Zur genauen Angabe der Zeit dient eine Uhr (linio-I-ee-xer in der Schiffersprache), deren Werk auf Edelsteinen läuft,beim Aufziehen nicht in Stockung gcräth, und überhaupt diemöglichste Vollkommenheit hat. Die Seefahrer berechnen da-nach die Entfernungen (^ongitnstos). Ein Sprachrohrund ein Tubus sind den Luftschiffcrn unentbehrliche Instru-mente. Eine Lampe von außerordentlich dickem und hartenGlase, welches selbst gegen feste Körper geworfen nicht zer-bricht, und die so verschlossen ist, daß durch sie nicht leichtein Unglück entstehen kann, gibt das nöthige Feuer und Licht.Unverschlossenes Feuer wird, wegen der daraus für die Rei-senden entstehenden Unbequemlichkeit und möglicher Entzündungdes Ballons, nicht unterhalten. Wollen daher die Reisendensich warme Getränke bereiten, so geschieht dies in einem Ge-säße, zwischen dessen innere und äußere Wand mit Wafferbefeuchteter ungelöschter Kalk gethan wird,

Um das Luftschiff bei der Füllung des Ballons festzuhalten,und dasselbe, behufs einer senkrechten Erhebung, von seinenBanden gleichmäßig und schnell loszumachen, was sonst durchAbschneiden der Stricke zu geschehen pflegte, erfand 6a-o<;nein einfaches Instrument, welches vielleicht auch sonst noch impraktischen Leben Anwendung finden dürfte. Die hier beigefügteZeichnung mag dem Verständnisse unserer Beschreibung dessel-ben zu Hülfe kommen.