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Th. [1.] (1842)
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Ein und vierzigstes Capitel.

heilige Sache zum Opfer dar, für welche sein König sich bereitzeigte das eigne Leben hinzugeben. Der Krieg ward genehmigt,und die nöthigen Steuern bewilligt. Den 20. Mai versammeltensich die Stände im Reichssaale, wo der König erschien, seinevierjährige Tochter an der Hand. Zuerst ward der NeichStagsbe-schluß verlesen, durch welchen dieser Prinzessin die Thronfolge zu-gesichert ward, und die Stände erneuerten ihren Huldigungseid.Darauf folgte die Verordnung über die Reichsregierung währendder Abwesenheit des Königs. Endlich nahm Gustaf Adolf selbstdas Wort. Die Tochter auf seine Arme nehmend, empfahl ersie der Liebe und dem Schutze der Stände in so warmen Aus-drücken , daß ihm selbst wie der ganzen Versammlung die Thränenin die Augen traten. Darauf ließ er das Kind von sich, undsetzte seine Rede fort, indem er seinen Unterthanenfür ihre Be-reitwilligkeit hinsichtlich der gefoderten Kriegssteuern dgnkte, inSonderheit, da er wohl wisse, daß dieselben nicht ohne großeSchwierigkeiten entrichtet werden könnten. Dennoch hätten sieAlle Gott zu danken, der nun schon so manche Jahre ihr? eignenGrenzen mit den Verheerungen des Krieges verschont, und ihnenseinen Beistand verliehen hätte, Siege und Land zu gewinnen.Jetzt," fuhr er fort,jetzt gehe ich um einen weit schwierigernund wichtigern Kampf zu beginnen. Es geschieht nicht auS Leicht-sinn, dessen ist Gott mein Zeuge! noch weniger meines persön-lichen Vortheils willen oder aus Lust am Kriege. Der Kaiser hatmich auf mannichfaltige Weise zu diesem Schritt gezwungen. Er hatmeine Person beschimpft, unsern Feinden geholfen, unsre Bundes-und Glaubensverwandte verfolgt, welche nun, von geistlicher undweltlicher Knechtschaft niedergedrückt, nach ihrer Befreiung seufzen und mit Gottes Hülfe sollen sie nicht vergebens seufzen!"

Was mich betrifft, so weiß ich recht gut, was mir bevorstehenkann. Ich habe schon bei manchen Gelegenheiten für Schwedenmein Blut vergossen, und werde auch einmal für dasselbe mein Lebenlassen; denn es heißt ja, der Krug geht so lange zu Wasser bis erbricht! Darum will ich, bevor ich diesmal vom Vaterlande scheide,im innigen Gebet Euch Alle, Schwedens Bewohner, nahe und ferne!in Gottes, des Allerhöchsten Schutz mit Leib und Seele empfehlen,wünschend, daß wir, wenn einst die Stunde kommt, im Reich derunvergänlichen Freuden einander wieder begegnen mögen!"