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Th. [1.] (1842)
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Ein und vierzigstes Capitel.

sich immer weiter zu verbreiten, je näher die Gefahr herbei rückte,erst in den Rath, dann durch das Reich. Per Brahe und JohannSkyttc, welche in hohem Grade des Königs Vertrauen besaßen,suchten ansangs jede unmittelbare Einmischung in ein so weit aus-sehendes Unternehmen abzurathen. „Man »lüsse versuchen," sagtensie, „so lange wie möglich dem furchtbaren Kriege auszuweichen."Aber von Jahr zu Jahr sahen sie immer deutlicher die Nothwendigkeitein, und gingen endlich zu des Königs Ansichten über. BeimSchlüsse des Jahres 1629 begehrte er des Rathes Meinung darüber:Ob er den Feind in Deutschland angreifen, oder inSchwedens G ren z en d css en A n g ri ff a bw arteu sollte?Nach Erwägung aller Gründe für und gegen, ward die erste Meinungeinhellig angenommen; doch von dem vorsichtigen Skytte mit demausdrücklichen Vorbehalte, wofern der Friede auf keineWeise erhalten werden könne. Der König erklärte seineZufriedenheit mit diesem Beschlusse, hinzufügend, „daß er seinerSeitS schon lange dieser Ansicht gewesen sei; die Sache aber demRathe habe anheimstellen wollen, um künftig bei möglichem Miß-lingen nicht allein die Schuld tragen zu müssen."

Schon im vorher gehenden Jahre hatte Gustaf Adolf dienöthigen Anstalten zu dem zu erwartenden Feldzuge gemacht.Mehrere neue Regimenter wurden unter Kniephausen, Falkenberg,Duwall und Hall geworben. Einige der alten erhielten Erlaubnißim Sommer 1629 nach Schweden zu kommen, um nach dem er-müdenden Feldzuge von 1628 auszuruhen. In Preußen wurden16,000 Mann unter Arel Orenstjerna und Gustaf Horn zurück-gelassen. Eine geringere Macht unter Alexander Leßlie', NilsBrahe und Taupadel hatte Stralsuud inne, und scharmützelte mitden auf Rügen liegenden kaiserlichen Truppen. Eine Kriegser-klärung erachtete Gustaf Adolf um so weniger nöthig, als derKrieg schon begonnen hatte, zuerst durch des Kaisers Hülfssen-dungen nach Polen, dann durch die der Schweden nach Stralsund.Aber um sein Unternehmen zu rechtfertigen, erließ er an die Re-genten und Völker Eurvpa's einen offnen Brief, welcher die Ursachendes Krieges mittheilte. An solchen fehlte es nicht. „Der Kaiserhatte Gustaf Adolfs Brief an Bethlen Gabor behalten und er-brochen, und Sigismund zum Krieg aufgehetzt, sowohl durch Vers-prechungen, wie durch Hülfstruppen, im Jahr 1627 unter Herzog