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Der Krieg mir Rußland.
Jakob de !a Gardie und Ewert Horn *) fort, immer mebr umsich zu greifen. Der erstere nahm Nöteborg ein; der letztere Ko-porie, Jaina, Augdow und Jwangorod. Dies vermehrte derNüssen Abneigung. In der Umgegend von Nowgorod wagte wohlKeiner, sich den siegreichen Schweden zu widersetzen; aber iminnern Rußland faßte man Muth, und wählte, wie schon er-wähnt, den Mikael 'Romanow zum Großfürsten. Um diese Zeitbegab sich Herzog Karl Philipp endlich auf den Weg; aber erwar erst bis Wiborg gekommen, als ihn die Nachricht erreichte,daß der größte Theil des Reiches von ihm abgefallen, und zurParthei des Mikael Romanow übergegangen wäre. Zugleich kamanS Schweden die Botschaft, daß die verwittwete Königin, krankvor Angst und Unruhe, nach des Herzogs 'Rückkehr verlange undsie erwarte. Gustaf Adolf und der schwedische Rath, welche unter-dessen die wichtigsten Grcnzfestnngen in ihre Hände bekommenhatte», drangen noch weniger auf die Fortsetzung seiner Reise,und nach einiger Ueberlegung kehrte der Herzog nach seinemVaterlande zurück. Es kann nicht gelängnet werden, daß KarlPhilipp wahrscheinlich Großfürst von Rußland geworden wäre,wenn er sich beim ersten Rufe zur Stelle begeben hätte. Aberin Schweden wollte Niemand, weder der König, noch die ver-wittwete Königin, noch der.Rath, noch die Stände, sich dazu be-kennen , die so nachtheilig gcwordne Säumniß verursacht zu haben.
Jakob delaGardie. Nun brach in vollen Flammender Krieg zwischen Gustaf 'Adolf und dem neugcwählten Groß-fürsten aus. Zahlreiche Schämen der nun einigen und eifrigenRussen strömten nach der Grenze hin; der Krieg nahm eine blutigereGestalt an, und bei Bronitz fielen Treffen vor, die schärfer warenals irgend eines in allen vorhergehenden Feldzügen. Der Schwe-den Ordnung, Kriegsgewvhnhcit und Tapferkeit verschafften ihnengleichwohl die Ueberhand. Hierzu trug aber auch der ausgezeichneteOberbefehl bei. Ewert Horn fuhr fort, mit Muth und Geschick-lichkeit die schwedischen Streifzüge anzuführen, und seine Ankunftwar stets ein sicherer Vorbote zu der Russen Niederlage und Flucht.
Das Ganze ward von Jakob de la Gardie mit eben so vielungewöhnlicher Kraft als Klugheit geleitet. Er beherrschte die