Dcr Krieg mit Nusluiid.
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Polens und SchwedenS eigennütziges Verfahren weckte endlichder Nüssen Ansincrksamkeit und Widerstand. Die wenigen Eocl-lente, welche noch etwas Kraft und Vaterlandsliebe besaßen, ver-sammelten sich zu Moskau, und erwählten zum Großfürsten MichaelFederowilsch Romanow, einen hoffnungsvollen Jüngling, welcherspäter der Stammvater des romanowschen Kaiserhauses ward. All»verschiedenen Parihcie» vereinigten sich allmählig um den cinge-bornen Beherrscher, und die betrogenen Hoffnungen erzeugten einennoch gesteigerten Haß gegen die Ausländer. Natürlicher Weisegerieth dadurch die neue Regierung sowohl mit Polen wie mirSchweden in Krieg-, kam aber dabei mehrentheils zn kurz, indemdas Land von Allem entblößt, und das Kriegsvolk in der Kriegs-zucht und Ordnung seinen Feinden durchaus untergeordnet war.Rußland ward endlich genöthigt, zn Stolbowa mit Gustaf Adolfeinen Frieden einzugehen, welcher der vortheilhafteste war, denSchweden jemals mit diesem Nachbarn abgeschlossen hat. — Diemerkwürdigsten Umstände des vorhergegangnen Krieges warenfolgende.
Herzog Karl Philipps Wahl. Nachdem Jakob de laGardie *) Nowgorod eingenommen hatte, wählten die Einwohnerden damaligen Kronprinzen Gustav Adolf zum Großfürsten. Aberbald kam die Nachricht, daß Karl IX. gestorben, uns Gustaf Adolfzn seinem Nachfolger erwählt worden sei. De la Gardie sah vor-
frühcr ermordet worden, und Boris bestieg nun den erledigte» Thron. Aberobgleich er. durch eine kluge und kräftige Regierung die öffentliche Meinung z»versöhnen suchte, so lebte doch hcinilich eine so allgemeine Unzufriedenheit imVolke fort, da» es dem Betrüger Griska gelang, sich unter den, Verwände,das! er der dem Tode entronnene Dcmctrins sei, einen so großen Anhang zuverschaffen, daß Boris sich vergiftete und Griska seine Stelle einnähn,, die eraber bald durch grausames und lasterhaftes Verfahren wieder einbüßte, obsihonersteh mit der Tochter eines der mächtigsten russischen Großen, der schönen undschlauen Marina, vermählt hatte. Als dieser erste falsch« Dcmcteius ermordet worden,ward Marina ins Kloster gesteckt, und der angesehene Anführer Wastli) Szuifkt)znm Großfürsten erwählt. Doch bald erhob sich ein »euer Betrüger, der Schul-meister Johann von Sokola, und gab sich für den, seinen Mördern entronnenen,Demetrins aus. Marina ward aus den, Kloster geholt und stellte sich als er-kannte sie in dem Betrüger wuklich ihren Gemahl. Doch auch dieser zweitefalsche Dcmtcrins ward bald ermordet, und Marina hatte zwar Muth undGeist genug, um sich znr Herrscherin auszuwerfen, ward aber nicht von. Glückbegünstigt. — Schon vor des letzten DcmetriuS Tode war Szuisk» wieder ab-gesetzt worden, und nachdem der blutige Kampf der Parthcicn noch einige Zeitfortgesetzt worden, trat dicAeitpcricdc ei», welche dieses Lapitcl schildert. (Mansehe aber auch die 8,e Rote in, 28stc» Lapitcl.) H.
") Siehe die Stc Note im 2-jsten Lapitcl, H.