Druckschrift 
Europa und die Revolution
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

r6i Europa und die Revolution.

ausgegangen, noch spater bey den häufigen, gewalt-thatigen Regierungsveranderungen, hat der Adelan eine inaAna (lkunta auch nur für sich selbst ge-dacht. Unbeschrankt herrscht der Czar, nicht nachGesehen, sondern nach Ucasen, so absolut gebietendüber seine Großen, wie diese über ihre Leibeigenen;sie sind die freyen Grnndeigenthümer, Dworannoi, iaber nicht edel und ebenbürtig, und darum per-sönlich dienstbar. Und diese also abhängige An- ^stoerakie hatte in eine vollkommen orientalische Kaste !sich geschlossen, die in den Rosradbüchern ihre Ge- ^nealogie auf's genaueste geordnet hielt, ihre Farm- >lienvorrechte darin auf's schärfste bezcichnete, nnd nunje nach Rang nnd Alter in dieser Abstammungalle Stellen im Krieg und Friedcnsstande untersich vertheilte: so daß nie irgend ein Glied der

Genossenschaft, unter einem solchen zu dienen ver-bunden war, der im Range geringer war dann er,oder dessen Ahne im entferntesten Geschlecht je demseinigen gedient.

Wie der Adel nnd das Heer, so wurde derClerus, in eine gleiche geschlossene Kaste vereinigt,in Dienstbarkeit unterjocht, nnd seine Glieder alsSclaven der Krone angesehen. Frühe schon hattedie byzantinische Kirche sich in das Land verbreitet,aber dies Volk konnte ihr nimmer werden, wasdie Germanen der lateinischen geworden. Eine .an sich reine und vernünftige Lehre, bekanntlich