220 Europa und die Revolution.
So mußten die Verschnitte der Aristokratie, wennsie auch mit Mäßigung und Besonnenheit sichgeltend gemacht, in der .Wachsamkeit der Nation vhestigen Widerspruch erwecken; als aber zu demVerhaßten, das schon im Gemäßigten lag, hef-tige Uebertreibungen sich beygesellten, und jeneHastigkeit der Ungeduld, die nie das ruhige Ru- icken der Dinge abwarten mag, und der Groll der rLeidenschaft, die in einer gewaltthatigen Rcactiou »Befriedigung suchte: da konnte es nicht fehlen, z
die Revolution ihrerseits mußte nun auch ihre lganze leidenschaftliche Macht, die ganze Heftigkeit kihrer hassenden Affekts, die ganze Schroffheit ih- krer Grundsätze zum Widerstand aufbieten, um die- Isen Leoparden, der sich in ihren Nacken eingebis- csen, abzusthütteln.
So enstand der heftige Parteykampf zwischeuden Liberalen und den Ultras; dieser Streit,in dem das alte Frankreich mit den: neuen un-versöhnlich streitet, und der Vermittler nicht kom-men will, der in Billigkeit diesen großen Kriegschlichten und vertragen mag. Die Regierungselbst suchte lauge, auf der Charte fußend, dieseVermittlung zu vollfuhren; aber auf so schmalem,beschranktem Grunde mogte sie nur mit Mühesich selbst gegen den Andrang beyder Parteyen Sverthcidigen, und fand für ihre Selbsterhaltung !