Druckschrift 
Europa und die Revolution
Entstehung
Seite
221
Einzelbild herunterladen
 

III. Gcgenw a r t.

221

zA jenem verhaßten Schaukelsysteme sich gedrun-gen. Indem aber die Untreue dieses Systemsdie hadernden Geister nur noch mehr erhitzte, unddie Unsicherheit, die es verrieth, die Licenz mehr,md mehr entkettete, brach endlich der Frevel je-nes Mordes, wie ein Blitzschlag, aus der dichtgedrängten Masse, und raffte den Thronfolger alsOpfer hin. Seither hat die Regierung, erschüt-tert und entsetzt, die alte Stellung ausgegcben,und nun ist jener erste Hebel mit gleichen Ar-men, dadurch, daß der Untcrstützungspunkt gegendie eine Seite hingctreten, einstweilen in einenungleicharmigen verwandelt worden, und die Ari-stokratie hat den laugen Arm gewonnen, wo ihrgeringeres Moment der Masse durch das größere,räumliche ausgeglichen wird; damit also nach sta-tischen Gesetzen ein Gleichgewicht in den Momen-ten der Bewegung von alter und neuer Zeit ge-funden werde.

Zwischen diesen Gegensätzen dauert nun derKampf ununterbrochen fort, und die Charte selbstist dem Zwiespalt zwischen dem Buchstaben undder Interpretation keineswegs entgangen. Diealte Einheit ist nun innerlich entzwcyt, in einenpolitischen Ultramontanism, für den dieeine Seite streitet, unter dem Schutze der Autori-tät im Bunde mit aller Erblichkeit, die noch nicht