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III. Gegenwart.
Dasselbe iss, obgleich aus andern Motiven, auchin Teutschland von je der Fall gewesen. Diessolze Selbstständigkeit der Germanen hat sich nieganz, und nie anders als im Gefolge eines selbst-gefaßten freyen Entschlusses hinacgebcn; ihr Herrund Kaiser war immer der Mann ihrer Wahl;und wenn sie diesem willig sich subordinirt, sohat sie immer noch ein Element der Coordi Na-tion sich Vorbehalten zum bleibenden Zeichen ihrerEbenbürtigkeit vom Anfang herein. Selbst dasFeudalsystem, das sie in ihren Eroberungen einge-sührt, war nichts als eine wohlberechnete, mitklarer Besonnenheit abgewogene Vertheilung zu-gleich der Macht und der Dienstbarkeit unter allefreyen Genossen, die durch eine abgestufte Reihevon Mittelmächten die Beherrschten mit der herr-schenden Gewalt verknüpfte.
Als darum der Streit, der in Italienzwischen der Eigenthümlichkeit der Stämme undder Allgemeinheit im weltlichen Elemente derKirche gestritten wurde, in jenen größerenStreit zwischen Papst und Kaiser aufgegan-gen, mußte so Italien wie Teutschland in jenegroße Partheyung der Welfen und der Gibel-linen zerfallen, die Teutschland wie Italien zer-rüttet hat. Was wechselseitig sich ergänzen sollte,deckend je des Einen Armuth durch den Reichthum,
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