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Europa und die Revolution
Entstehung
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III. Gegenwart.

mngestaltet; dann aber, als er erst in seiner Eigcn-thümlichkeit sich znrecht gefunden, in seinen Munsternaus Zahlen, Wurzeln, Formen und Verhältnissen, inbestimmter Fügung nach einem durchgehenden Grund-gesetz bis in's Einzelnste geordnet, der Idee einKleid gewebt und eine leibliche Gestalt, großeanalytische Formeln in vielen Gliedern und Reihen,tiefsinnige Compositionen, nach den Regeln desreinen Satzes durchgcsetzt, als Seele in den todtenStein eintragend. Und wahrend das klangreicheItalien diese Kirche mit jenem würdigen, aus großenMassen einfach gefügten, in unverzierten Bogen-stcllungen langsam und feyerlich hinziehendcm Sangerfüllte, und außen jene Fülle reicher Modulationenaus dem Innersten der Seele quellen ließ: mogtees dem teutschen Geist allein gelingen, die ganzeWelt der Klänge aufzuthun und alle Töne loszu-lassen, aber im Fliehen wieder sie zu fassen,und unter das Gesetz der Harmonie zurück zuzwingen. So haben die Teutschen das trockene,herbe Symbol alter Mahlerey durch die Treue derWahrheit zuerst gesprengt, und durch die mildeStrenge, verbindend so technisch wie geistig dasschmeidigende Oel mit dem widerstrebenden ^Stoss,bis Raphael in diese Begeistigung wieder die schöneSinnlichkeit seines Volkes eintragen konnte.