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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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IV. Neueste Ereignis.

Mittel verloren scyw mag, wahrend die negativen Vorzüge undTugenden einer solchen mehr milden, nachsichtigen und überlegen-den als raschen und thatkräftigen Regierung niemals in Anschlagkommen, wenn das Volk darauf verfallt zu berechnen, welcheVvrthcile ihm nicht verschafft scycn. Diese Berechnung anzu-stellen, alles von der Regierung zu erwarten, ja als ein Rechtzu fordern, ist aber heutiges Tages das Volk nur zu sehr ge-wohnt worden, seit die Negierungen selbst sich und ihre Polizeimit der Sorge für das Wohl der Untcrthancn zu sehr beladenhaben. Alles dieses sind Dinge, die sich in der Verwaltungder meisten deutschen Staaten wiederholen und die deshalb ge-gen die einzelne Negierung einen Vorwurf kaum begründen.Aber sie sind darum nicht minder die Quellen der Ucbcl, die jaauch durch ganz Deutschland gehen. Deshalb ist cs nvthwen-dig, daß man sie hcrvorziehe, damit cs möglich werde, ein grund-fehlerhaftes System, an dessen Förderung alle, die Größten wiedie Kleinsten, durch ihre Ansprüche und Maaßrcgeln mitgear-beitet, nun auch mit dem Beifall Aller hinwcgzuraumen.

Im Jahre 1826, als die Wahlen zu dem Landtage vorgc-nommcn wurden , war im allgemeinen das Interesse des Volksan den öffentlichen Angelegenheiten sehr schwach und die Einsichtsehr geringe. Schon 1821 war der Abdruck der Prvtvcvllaus-züge wegen Mangels der Theilnahme nicht fortgesetzt; dieActenstückc wurden noch gedruckt, auch wohl hie und da vonJu-risten gelesen, aber sie fanden sehr wenig Theilnahme. Auchbedeutendere Wahlcorporationen hatten so falsche Begriffe undso geringe Hoffnungen vom Landtage, daß sie cs für zweckmä-ßig hielten, statt der bisherigen Deputaten aus ihrer Mitte ir-gend einem Staatsdicncr der Hauptstadt Vollmacht zu erthei-lcn. Andre wählten zwar keine Staatsdicncr, aber doch andreBürger der Hauptstadt. So war auch die Theilnahme an denöffentlichen Angelegenheiten dcr Corporationcn meist gering. Eswar nicht Vertrauen auf die Regierung, das diese Unthätigkeiterzeugte, sondern Mißtrauen gegen die Stände, Unkundc undfalsche Politik der Bequemlichkeit. Wie indeß seit jener Zeit in