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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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III. Zustand der Verwaltung.

ken, und jedem eignen Denken, jeder Begeisterung, ohne welcheder Jüngling niemals wahrhaft edel und geistig gebildet werdenkann, entfremdet. Unter den Fachern der Wissenschaft aberwar Eines ganz vernachlässigt, und cs scheint, daß gerade indiesem einen die Kraft gelegen haben würde, diesem Vcrdcrbcikzu steuern. Wir sind weit entfernt der spcculativcn Philosophieeine Kraft zur Erkcnntniß der wirklichen Dinge, einen realenWerth bcizulegcn. Aber wir scheuen uns nicht offen auSzusprc-chcn, daß wir Bildung geistiger Art nur dadurch möglich hal-ten, daß der Mensch gewohnt werde, alles bis zu seinen letztenGrundsätzen zu prüfen, nichts auf bloße Autorität.hin anzunch-mcn. Diese Richtung muß dem Geiste gerade zu jener Zeitgegeben werden, wo unsre Jugend sich auf das Leben vorberei-tet, und nur zu leicht eine solche Bequemlichkeit des Nachma-chcns, wo andre vorgcmacht haben, sich ausbildct. In diesenJahren entwickelt sich der Geist, in diesen muß er gebildet wer-den. Der Schüler lerne, er bemächtige sich der Hülfsmittcl;aber den Studenten führe man zur Prüfung nicht bloß derBuchstaben und Formen, sondern der Dinge selbst. Man er-wärme ihn, die Frucht wird nicht fehlen.

Die unglückliche Zeit der Jahre 1819 und 1820 hat vielebittere Früchte getragen; aber die bitterste von allen ist wohldie, daß jene Furcht der Negierungen vor jugendlicher Ucber-spannung auf den Universitäten die Gestalt eines Scbutzcs derRohheit und Geistlosigkeit, und einer Verfolgung des höherengeistigen Lebens annahm, welches in eigner Forschung und inwarmer, manchmal, nach jugendlicher Weise, schwärmerischerVerehrung idealer Zwecke sich kund thut. Die Regierungenwollten das nicht; allein die Sache gestaltete sich also, und da-durch ist es bewirkt, daß von der großen Zahl haltungslvscrJünglinge, die in jenen Jahren die Richtung für ihr ganzes Le-ben erhalten, bei weiten: die Mehrheit sich einer Gesinnung zu-wandte , die außer bequemer Sinnlichkeit noch die Gunst derNegierungen für sich zu haben behauptete. Hier konnte nureine würdige philosophische Richtung einiger Maaßen helfen,