Wanderungen Jesu nach seiner Auferstehung. 481
auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligenGeistes; und lehret sie halten Alles, was ich euch befohlenhabe. Ich selbst werde dabei euch stets nahe seyn bis zumEnde aller irdischen Dinge." Dabei verkündigte er ihnen,daß, wer bei dem Empfange der Taufe ihm und seiner Lehremit vollem Vertrauen sich weihe, selig werden würde; jederaber, der nicht einem thätigen Glauben huldige, elend bleibenwerde. Zuletzt versicherte er, daß diejenigen, die ihm mitvollem Vertrauen und ganzer Hingebung huldigen würden,Kraft empfangen sollten, außerordentliche Thaten zu verrich-ten und ohne Nachtheil manches Gefährliche zu erdulden.
Das waren die Reden, die Jesus an seine Jünger undAnhänger ergehen ließ, als er sich auf einem Berge inGaliläa befand, und die von den Evangelisten uns berichtetwerden. Wohin sich Jesus hierauf zunächst begab, wirduns nicht erzählt; nicht lange hernach aber muß er mit sei-nen Jüngern wieder nach Judäa gewandert seyn, da wirihn kurz vor dem Psingstfeste wieder in der Nahe vonJerusalem finden.
HV.
Jesus begibt sich mit seinen Jüngern auf den Oelberg und ver-schwindet daselbst.
iMark. 16. 1g u. 20. Luk. Si, 50 - 53. Apostelgesch. 1 , 1 - 1 I.,
Vierzig Tage lang zeigte sich Jesus nach seiner Auf-erstehung seinen Jüngern und war öfter mit ihnen zusammen,um ihnen den großen Plan zur Menschen-Erlösung und Be-seligung, der nach Gottes Willen durch ihn und durch seineSchüler ausgeführt werden sollte, deutlicher darzulegen, umsie in dem, was sie zur festen Begründung des Gottesreichsthun sollten, vollends zu unterweisen, und sie zu einem freu-digen Muthe für ihre künftige Wirksamkeit zu erheben, indemer ihnen nochmals die Verheißung gab, daß Gottes Geistsie erfüllen, erleuchten und kräftigen werde. An dem vier-zigsten Tage aber nach seiner Auferstehung versammelte Jesusseine Jünger, zum letztenmale während seines Aufenthaltesauf der Erde, in der Nahe von Bethanien, auf dem Oel-
31