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Siebentes Buch.
so krummen Richtung ausgehauen, daß der Vorangehendedem Nachfolgenden sogleich aus den Äugen kommt und mansich also darin leicht verbergen kann. Aus dieser Beschaffen-heit der Höhlen läßt sich daher die Stelle Amos 9, 3. lcich- !ter erklären. Häufig trifft man auch Ruinen von Klöstern,Kirchen und Kapellen auf dem Gebirge an; in der Umgegendaber findet man alle halbe Stunden einen Flecken oder ein ^Dorf. Wild enthält das Gebirge in Menge; vorzüglich hal-ten sich in seinen Waldungen viele wilde Schweine auf.
Zu Josuas Zeiten wurde das Gebirge Karmel von einem 'Kanaanitischen Könige beherrscht, der seinen Wohnsitz in derStadt Jokneam (Jos. 12, 22.) hatte und zu den letztengehörte, welche von den Juden besiegt wurden.
Auf dem Karmel findet man ein kleines Hospicium zurAufnahme für Pilger, das in einer in den Fehen gehauenenGrotte besteht. Nicht weit davon, etwas höher hinauf, zeigtman eine andere Grotte, in welcher der Prophet Elias sichaufgehalten haben soll. Sie befindet sich in hartem Kalk-steine, ist gegen 20 Fuß lang und gegen 15 Fuß breit undhat die merkwürdige Eigenschaft, daß jeder Ton darin un-gewöhnlich laut schallt. Daß der Prophet Elias wirklichauf dem Karmel sich aufhielt, geht aus 1. König. 18, 19 — 46.hervor. Diese Grotte wird von den Christen und Moha-medanern auf gleiche Weise in Ehren gehalten; die letztemvorzüglich betrachten sie als einen heiligen Ort, und lassensie von einem Derwische in Ordnung halten, der nahe dabeiin einer Bauernhütte wohnt. Schon frühzeitig erbaute manauch bei derselben eine dem Elias geweihte Kapelle. Späterwurde dabei ein Kloster errichtet, das noch bis zu Ende desvorigen Jahrhunderts stand, jetzt aber in Trümmern liegt.Denn als Napoleon im Jahre 1799 nach Syrien vorge-drungen war, brachten die Franzosen ihre Pestkranken in jenesKloster, daher wurde es hernach von den Türken zerstört.
Es stehn aber noch Ueberreste von demselben; vorzüglich istnoch ein Theil der Klosterkirche vorhanden, in welcher zu-weilen noch Gottesdienst gehalten wird; auch findet mannoch gute Cisterncn und einen ziemlich wüsten Garten. DasKloster war der Mutter Jesu und zwar unter dem Name»: