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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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451
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, Wanderungen Jesu während seiner Leiden. 451

sehn zu lassen, die übrigens mit einem Gitter von Eisendraht^ bedeckt ist.

j Die Wände der ganzen Kapelle auf dem Calvarienbcrge

I sind inwendig mit Gemälden verziert, welche sich auf Stellen^ der heiligen Schrift beziehn. An dem Gewölbe ist JesuHimmelfahrt abgebildet. Neben dieser Kapelle befindet sich^ eine kleinere, welche auf der Stelle stehn soll, wo Jesu Mut-ter und Johannes, der Jünger Jesu, standen, als der edleDulder am Kreuze hing.

: In der Nähe der Calvarienkapelle, ohngefähr 20 Schritte

vom Kreuzesloche, sieht man einen Stein, der 6 Zoll hochI über dem Fußboden emporragt, auf welchem Jesus von Jo-i seph und Nikodemus cinbalsamirt worden seyn soll, und den^ man daher den Salbungsstein nennt. Er ist ohngefähr8 Fuß lang und 2 Fuß breit. Manche meinen, der Stein^ sey ein Stück des Calvarienberges selbst, Andere aber be-

> Häupten, er sey von Joseph und Nikodemus, auf diese Stelle

> gebracht worden und sehe grünlich aus. Da die Reisendenoft Stücke von diesem Steine abschlugen und mitnahmen, so

! hat man ihn, um ihn zu erhalten, mit weißem Marmor be-legt und mit einem eisernen Gitter umgeben. Um ihn stehnsechs große Leuchter mit immer brennenden Lichtern. Nicht! weit davon zeigt man einen Stein von weißem Marmor,der die Stelle bezeichnen soll, wo Maria, Jesu Mutter, ge-, festen habe, während ihr Sohn einbalsainirt wurde.

! Unter der Calvarienkapelle befindet sich die Adams-z kapclle, die eine Höhle ausmacht, welche 16 Schritte lang! und 12 Schritte breit ist. Sie soll Adams, des ersten! Menschen, Gebeine enthalten, welche Noäs Sohn nach der^ Sündfluth hierher gebracht habe. In dem Gewölbe dieser, Kapelle, hinter dem Altare derselben zeigt man jene oben! erwähnte Spalte, welche bei Jesu Verscheiden durch das- Erdbeben in dem Felsen entstanden, und durch welche Jesu, Blut auf Adams Gebeine herabgcflosscn seyn soll, um auch! diesen der Gnade Gottes und der Auferstehung theilhaftig^ zu machen. In dieser Kapelle soll Maria den Leichnam ih-! tcs Sohnes mit ihren Annen umfaßt haben, nachdem er

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