Reisen Jesu der dritten Periode rc. 35^7
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war die Palmenstadt (5t Mos. 34, 3. Richt. 3, 13.), densie daher hatte, weil sie von vielen Palmen, vorzüglich vonDattelbäumen umgeben war *). Sie lag in dem Ge-
biete des Stammes Benjamin, ohngefähr 8 Stunden nord-östlich von Jerusalem und 2 Stunden westlich vom Jordan.Diese Stadt war die erste, welche die Jsraeliten diesseit desJordans eroberten. Um die Lage und Beschaffenheit dersel-ben näher kennen zu lernen, schickte Josua, als er noch jen-seit des Flusses sich befand, Kundschafter ab, die in Jericho» von einer Frauensperson Namens Rahab **) aufgenommenund verborgen wurden (Jos. 2.). Die Stadt hatte einen
ansehnlichen Umfang und viele Einwohner, war stark befe-stigt und der Wohnsitz eines Königs; daher konnte sie nichtleicht eingenommen werden. Allein die Jsraeliten bemäch-tigten sich ihrer doch, brannten die Gebäude derselben nie-der und brachten ihre Einwohner um; nur die Rahab mit; ihren Verwandten und mit ihrem Eigenthume blieb unver-letzt (Jos. 6.). Josua belegte sogar denjenigen, der Jerichowieder aufbauen würde, mit dem Fluche. DemohngeachtetI »ahmen bald darauf Mehrere unter den Trümmern derI zerstörten Stadt ihre Wohnung, namentlich die Kinder des»Keniters, eines Schwagers von Moses (Richt. 1, 16.).r Bald nach Josuas Tode bemächtigten sich die Moabiter Je-richos (Richt. 3, 13.) und behielten diese Stadt eine Zeitlang unter ihrer Botmäßigkeit. Unter David scheint sie je-z! doch wieder in dem Besitze der Jsraeliten gewesen zu seyn;
° r denn er schickte seine Gesandten, welche von den Ammoniternl eine entehrende Mißhandlung erfahren hatten, dahin undi ließ sie dort so lange verweilen, bis ihnen ihre abgeschnitte-nen Bärte wieder gewachsen waren (2. Sam. 10, 6.).
? Wahrscheinlich blieb Jericho seit der Zerstörung durch Josua
*) Auf Münzen findet man Palästina stets unter dem Wilde einerMuensperson dargestellt, die unter einem Palmbaume sitzt, was davoni saigniß ablegt, daß jenes Land sonst reich an Palmen war.
i ") Rahab verheirathete sich in der Folge mit einem Juden Sal-' >l»a oder Salmon, der vielleicht einer der Kundschafter gewesen war,^nd daher die Erhaltung seines Lebens ihr verdankte. Durch diese Ber-! l mratlmng gelangte sie zu der Ehre, daß sie in dem Geschlcchtsregister>Ks>i mit aufgeführt wurde (Match. 1, 5.).