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Fünftes Buch.
dem sprechen konnte, was ihm bevorstand. Aber auch jetztverstanden ihn seine Schüler noch nicht, so fest hielten sie dieVorstellung von einem irdischen Reiche, das Jesus gründenwerde. Dieses Vorurtheil hegte auch die Mutter *) derbeiden Söhne des Zebedäus, des Jakobus und Johannes;denn sie kam zu Jesu auf seiner jetzigen Reise und bat ihninständigst, er möchte doch, wenn er sein Reich aufrichte,ihre Söhne in demselben zu hohen Würden erheben. Alsnun ihre Söhne ihre Bitte selbst mit unterstützten, da wen-dete sich Jesus an dieselben und sagte: „Ihr wißt nicht,
was ihr bittet!" Hierauf fragte er sie, ob sie wohl mitihm Trübsal und Ungemach im Dienste der guten Sache er-dulden wollten und könnten? Und da sie dieses bejahten, soerklärte er, sie würden wohl in seinem Dienste von Trübsalund Leiden heimgesucht werden; welche Stufe aber sie imGottesreiche einnehmen würden, das hinge allein von Gott,seinem himmlischen Vater ab. Die übrigen Jünger nahmenes übel auf, das; Jakebus und Johannes sich über sie eiche- iben wollten; damit es aber nicht unter ihnen zu Zwist und sStreit kommen sollte, so erklärte ihnen Jesus, daß nur beiweltliche!: Gebietern vom Herrschen die Rede seyn könnte;»in dem Gottesreiche aber erwerbe sich der den größten Werth Iund die höchste Würde, der Andern die meisten Dienste leiste. »Daher sey er selbst auch erschienen, nicht um sich dienen z»lassen, sondern vielmehr um seinen Mitmenschen Dienste zu !erweisen und für ihr Bestes sogar sein Leben aufzuopfern. !
Während Jesus weiter wanderte, schlössen sich im« >mehrere Menschen an seinen Zug an, die alle auch nach Je-rusalem sich begaben. Als er in die Nähe von Jerichokam, saß ein Bettler am Wege, der blind war. Dieser vcc-
Sie soll Salame geheißen und sich in dem Gefolge Jesu, da ihr:Gälte Zebedaus vielleicht gestorben war, befunden haben. Als eine Wer- ^wandte der Maria, der Mutter Jesu, glaubte sie wahrscheinlich misstmehr ein Recht zu jener Bitte zu haben und hielt es für billig, daßsuß ihre Söhne, als seine Verwandte, den andern Jüngern vorzöge. Dasus zuvor von seiner bald erfolgenden Auferstehung gesprochen hatte, stmeinte sie vielleicht, er deute damit die Errichtung des Messtasreichst .an, und eilte daher, ihre Bitte anzubringen, damit ihre Söhne dabei UM,verge»en würden. ' i