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Fünftes Buch.
von den Jsraeliten den Moabilern abgenommen, und vonden Rubeniten wieder hergestellt worden (4. Mos. 32, 38.);allein später hatten es die Moabiter wieder gewonnen (Zes.15, 2. Jerem. 48, 1 u. 22.). Wahrscheinlich hatten dieStadt und der Berg ihren Namen von dem chaldäischenGötzen Nebo und vielleicht befand sich in der Stadt einTempel desselben.
Auf den Berg Nebo begab sich Moses kurz vor seinemTode, um das gelobte Land zu überschauen, in welches ernicht selbst hinein gehn sollte (4. Mos. 27, 12. 5. Mos.32, 49. 34, 1.). Dort starb Moses auch in einem Altervon 120 Jahren und wurde am Fuße des Berges in demLhale begraben (5. Mos. 34, 5 — 7.), aber so, wie dieheilige Schrift berichtet, daß Niemand sein Grab entdeckenkonnte *).
Auch soll der Prophet Jeremias in eine Höhle diesesBerges die Bundeölade und den Näucheraltac bei der Zer-störung des Salomonischen Tempels verborgen haben, undzwar so, daß die Juden, als sie aus der Babylonischen Ge-fangenschaft zurückgekehrt waren, jene heiligen Geräthe nichtwieder finden konnten.
Seitdem die Saracenen und Türken jene Gegend ein-genommen haben, ist das Gebirge Abarim ein Aufenthalts-und Zufluchtsort der Arabischen Räuber geworden. Um dasLand vor deren Einfällen und Plünderungen zu schützen, er-baute der König Balduin von Jerusalem, ohngefähr einehalbe Stunde von dem todten Meere eine Festung, welche inder Folge ein Arabischer Füst besaß, so wie auch den be-festigten Flecken Agelon, der zwei Stunden von dem Ge-birge Abarim entfernt war.
In der Nähe des Berges Nebo befand sich das Ge-birge Peor (4. Mos. 23, 28.), von dessen höchster Höheman die Wüste überblickte. Wahrscheinlich befand sich aufdemselben eine Bildsäule des Moabitischen Götzen BaalPeor (4. Mos. 25, 3. Hos. 9, 10.), bei dessen Verehrung
*) Die Türken rühmen sich zwar das Grab des MoseS gefunden znhaben und verehren am Berge Nebo eine Stelle als dasselbe, aber ohneallen hinlänglichen Grund.