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Fünftes Buch.
Nähe von Sittim hatten die Jsraeliten eine Zeit lang ihrLager, ehe sie über den Jordan gingen (4. Mos. 33, 48 u.49.) und von hier aus sendete Josua Kundschafter nachJericho (Jos. 2, 1.). Auch Sittim war eine Stadt derMoabiter.
Baal-Meon oder Beth-Baal-Meon (Jos. 13,17.) war eine Stadt der Moabiter, die von den Rubcnitcnwieder hergestellt wurde (4. Mos. 32, 38.). Jetzt findetman noch Ruinen der alten Stadt unter dem Namen Myundreiviertel Stunden südöstlich von Hesbon.
Kallirhoe, eine Stadt, die früher Lasa (1. Mos.10, 19.) hieß, lag ohngefähr 2 Stunden von dem nördli-chen Ufer des todten Meeres ostwärts und war durch dieheißen Schwefelquellen berühmt, die in ihrer Nähe sich be-fanden und von denen sie ihren Namen hatte, da KallirhoöSchönbrunnen bedeutet. Die warmen Quellen sollen voneinem gewissen Ana, als er seines Vaters Esel in der Wüstehütete, entdeckt worden seyn (1. Mos. 36, 24.*)). Sieentspringen an einem Felscnabhange, bei einem Dickigt vonRohr, Dornsträuchern und Palmen. Auf der einen Seitestürzt sich ein starker Strom von einem senkrechten Felsenherab, dessen Wände von dem Schwefel, der sich aus demWasser absetzt, eine gelbe Farbe haben. Dieser Strom bil-det alsdann unten im Grunde einen reißenden Bach warmenWassers, der in seinem Laufe durch die übrigen warmen Quel-len Zuwachs bekommt und sich endlich in das todte Meerergießt. Josephus nennt das Wasser trinkbar. Herodes derGroße ließ sich nach Kallirhos schaffen, um dort die Heilungseiner Krankheit zu bewirken.
Nach Eusebius und Hieronymus soll nordwärts vo»Klallirhoch Jericho gegenüber, der Bach Krith gewesen seyn,in dessen Nähe der Prophet Elias seine Speise durch Rabenempfing (1. König. 17, 3—7.). Allein wahrscheinlicher ist
es, daß dieser Bach in der Nähe von Samaria und zwarmorgenwärts von dieser Stadt seinen Lauf nach dem Jordan
*) Luther hat in der angeführten Stelle das hebräische Wort, welcheswarme Quellen bedeutet, irrthümlich durch Maulpferde übersetzt.