Druckschrift 
Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
Entstehung
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

Reisen Jesu der drittem Periode w. 269

und hell; daher sammeln sich hier im Sommer immer einegroße Menge Menschen mit ihrem Vieh.

Eine andere, in der Nähe befindliche Stadt, in welcherdie Könige von Basan ebenfalls wie in Astharoth ihreMoh-nung hatten, war Edrai oder Edrei (5. Mos. 1, 4.).Als Moses Kundschafter nach Jassir ausgesendet hatte unddie Israelitin in jener Gegend mehrere Flecken eroberten undihre Einwohner gefangen nahmen, kam ihnen der König Ogvon Basan bis Edrei entgegen und lieferte daselbst eine Schlachtgegen die Israelitin, in welcher 'er aber besiegt wurde (4.Mos. 21, 32—95.). Zu Hieronymus Zeiten bestand dieseStadt noch unter dem Namen Adar. Jetzt liegt unter denRuinen der alten Stadt, auf deren Stelle, das Dorf Draa.Es befindet sich auf einer langen felsigen Anhöhe. Man er-blickt dabei Trümmer von Säulen nach der Ionischen undDorischen Ordnung und Ueberreste eines alten Kaufhofes, dermit gewölbten Buden umgeben war.

Auch Arg ob war eine Hauptstadt des Königreichs Ba-san. Nach ihr hieß die ganze Umgegend Arg ob, die mitdem Gebiete Jair (Siehe Seite 193) eine und dieselbe Land-schaft gewesen zu seyn scheint (5. Mos. 3, 13 u. 14.). ZurZeit des Kirchenvaters Hieronymus war Argob noch einFlecken westlich von Gerasa.

Jabesch oder Jabes, mit dem Beinamen in Gilead,war eine alte Stadt, welche die Jsraeliten damals, als siegegen den Stamm Benjamin einen Vcrtilgungskricg geführthatten, ebenfalls bekriegten, weil die Einwohner derselben ih-nen dabei nicht die erbetene Hülfe geleistet, und deren männ-liche Bewohner sie sämmtlich niedermachten bis auf 400Mädchen, welche sie an eben so viele Männer aus demStamme Benjamin verheirathcten, damit derselbe nicht gänz-lich erlöschen sollte (Richt. 21, 8—14). Auch Jabes mußtebald darauf wieder bevölkert worden seyn; denn zur Zeit desKönigs Saul befreite dieser die Stadt von der Belagerungdes Königs der Ammoniter, Nahas, der den Einwohnernvon Jabes gedroht hatte, einem jeden von ihnen bei der Ue-bergabe der Stadt das rechte Auge ausstechcn zu lassen (1.Sam. 11.). Dafür fühlten sich die Einwohner von Jabes