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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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264
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264 Fünftes Buch.

demüthigen Widerstand, den sie den Römern in dem letzterKriege gegen dieselben leistete, berühmt. Als nämlich Vcs-pasicirius im Jahre 62 nach Christus mit einem ansehnlichenHeere nach Galiläa kam, warf sich Josephus mit den streit-baren Juden, die er anführte, in die Bergfeste Jotapata undleistete den wiederhohlten Angriffen des Römischen Feldherrnlange tapfern Widerstand, wobei die Römer viel litten. End- »lieh aber bemeistertcn sich diese, jedoch nur durch den Verrath Ieines Juden, der Festung und machten alle Menschen, die sie IIin derselben fanden und in ihre Hände bekamen, nieder, um ^für den bei der langwierigen Belagerung erlittenen VerlustRache zu nehmen. Während der Belagerung und bei derEinnahme der Festung Jotapata sollen 40000 Juden um-gekommen und 1200 gefangen worden seyn. Josephus hattesich mit 40 seiner Streiter in eine Cisterne versteckt, unddiese faßten den Entschluß, einander lieber selbst zu todten,als sich den Römern zu ergeben. Man ließ das Loos ent-scheiden über die Reihenfolge, in welcher sie sich ermordenwollten und so geschah es, daß Josephus nebst einem seinerLeute zuletzt allein noch übrig blieb. Diese beide entschlossen !sich, sich den Römern zu übergeben, und da Josephus dem fFeldherrn Vespasianus vorhersagte, daß derselbe den Kaiser- «thron zu Rom besteigen würde, so wurde ihm das Lebengeschenkt. s

In der Nähe von Jotapa lag damals auch ein bcfc- >stigtes Städtchen, welches Josephus Japha nennt; das abereben so wie Jotapa gänzlich zerstört wurde.

XXX lV.

Jesus begibt sich nach Dalmanutha.

(Mattt). 1S, 39. u. 16, 1—4. Mark. 8, 10 — 12.)

Nachdem Jesus das Volk gesättigt und entlassen hatte,entfernte er sich aus jener Gegend, wahrscheinlich um a»chjetzt der Menge sich zu entziehen, damit sie ihn nicht etwimals König ausriefe. Er bestieg ein Fischerboot, schW

mit seinen Jüngern auf dem See Genesareth nach dessen si>^lichcm Ufer hinab und begab sich alsdann in die Gegend vo»