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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen Jesu der dritten Periode .>c. 261

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. an den See Genesareth zurück. Hier durchwandelle er jetztvorzüglich die Gegend der zehn Städte und begab sich alsdann. wahrscheinlich nach Kapernaum.

» Die Gegend der zehn Städte, oder mit einemgriechischen Namen, die Landschaft Dekapolis umfaßte zehnverschiedene Städte, die wenigstens größtenteils, wenn nichts alte an der östlichen Seite des Sees Genesareth lagen. Siemachten aber nicht ein geschlossenes Ganze aus, sondern sielagen zerstreut in verschiedenen Landschaften umher und jedehatte ihr eignes Gebiet. Sie genossen besondere Vorrechte,welche die Römer ihnen einräumten, unter deren unmittelbarerHerrschaft sie standen. Ihre Einwohner waren meistentheilsGriechen und Syrer. Juden befanden sich wenige in ihnen.Schon die Alten sind nicht recht darüber einstimmig, welcheStädte zu Dekapolis gehörten; doch scheinen folgende sechsvorzüglich zu den zehn Städten gezählt worden zu seyn:Gadara, Gcrasa, Hippos, Pella, Philadelphiaund Scythopolis. Drei von diesen haben wir schon frü-her naher kennen gelernt, und zwei davon werden später nochbeschrieben werden. Hier soll daher nur von Hippos dieRede seyn.

Hippos war eine alte Stadt in dem östlichen Gebietedes Stammes Manasse, an der Morgenseite des Sees Gcnc-sareth, nicht weit von der Stadt Magcdan. Sie lag ziemlichgerade der Stadt Tiberias gegenüber; man weiß aber nichtsweiter von ihrer Beschaffenheit; denn sie wurde gänzlich zer-stört, und man findet jetzt nur wenige Ueberreste von ihr,unter denen einige Arabische Familien wohnen.

Nicht gar weit von Hippos lag Gamala, die Man-che ebenfalls als eine der zehn Städte nennen. Sie befandsich nicht fern von dem östlichen Ufer des Sees Genesareth»nd zwar auf einem Berge, welcher die Gestalt eines liegen-den Kameels hatte, wovon die Stadt Gamala hieß. IhreLage schon machte sie ziemlich fest; denn von drei Seiten warsie von tiefen Thälern umgeben, und auf der Morgensciteschob sich dicht an ihr ein hoher steiler Fels, der sie gegenjeden Angriff von dieser Seite sicher stellte und anstatt einerfesten Mauer diente. Keine Straße in ihr war eben, weil