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Fünftes Buch.
dauert hatte, erobert; 1187 aber ging sie wieder in die Händedes Sultans Saladin über. Nicht lange darauf, nämlich1191, nahmen sie die beiden Könige, Philipp II. von Frank-reich und Richard von England wieder ein. Zu jener Zeitblühete Ptolemais durch einen ansehnlichen weit verbreitetenHandel und war sehr stark bevölkert. Die Zohanniter-Rit-ter, die den heiligen Johannes zum Schutzheiligen der Stadtmachten, und Veranlassung gaben, daß sie von nun an St.Jean d'Acre genannt wurde, nahmen in ihr 1192 ihre»Sitz. Jetzt bekam sie auch wieder einen Bischof, der unterdem Erzbischofe von Tyrus stand. Als die Saracenen in derandern Hälfte des 13. Jahrhunderts von neuem mächtigerwurden und Jerusalem wieder erobert hatten, zogen sich dieChristen nebst dem Könige von Jerusalem nach Ptolemais zu-rück, welches ihnen endlich allein noch von Palastina übrigblieb. Im Jahre 1250 kam der König von Frankreich,Ludwig IX., welcher der Heilige genannt wird, dahin, nachseiner Befreiung aus der Gefangenschaft, in welche er bei derEinnahme von Damiette gerathen war, und wurde daselbstvon den Christen mit großer Freude empfangen. Er thatviel zur Befestigung der Stadt. Allein da die Besatzung der-selben aus Menschen von allen Nationen aus Europa be-stand und viele Befehlshaber da waren, von denen einjeder ein besonderes Quartier der Stadt inne hatte, und jederherrschen wollte, so entstand Zwiespalt unter den Christen, derihnen Nachtheil bringen mußte. Und als die Soldaten, weilsie keinen Sold mehr bekamen, durch Plünderung der Umge-gend sich den nöthigen Unterhalt zu schaffen suchten; so rückteder Sultan El-Melik-el-Asehraf mit 160000 Mann vorPtolemais, um diesem Unfuge ein Ende zu machen, und er-oberte die Stadt am 4. Mai 1291 mit Sturm, nachdem ervier Wochen hindurch sie belagert hatte. Gegen 60000 Chri-sten fanden dabei ihren Tod, und die Stadt wurde gänzlichzerstört. Man bauete sie zwar in der Folge zum Theil wie-der auf, allein sie hat nie wieder den Glanz erreicht, in wel-chem sie früher blühte, und von welchem noch die vorhande-nen großen und schönen Ruinen zeugen.
Die jetzige Stadt, die St. Jean d'Acre, auch Akka