Reisen der Eltern Jesu.
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ziergängen dienten. Hier fand man Springbrunnen und andereBrunnen, wo das Wasser aus ehernen Figuren sich in prächtigeBecken ergoß, und um die Brunnen waren Vogelhäuser an-gebracht. Man glaubt, daß dieser Palast schon von den Mak-kabäcrn, wenigstens zum Theil, erbaut worden war; Herodesaber that sehr viel zu dessen Verschönerung. Leider aber wurdeer noch vor der Zerstörung Jerusalems, während der Belage-rung der Stadt, durch einheimische Aufrührer in Asche gelegt.
Außer den bisher angeführten gab es noch viele anderemerkwürdige Gebäude in der Stadt Jerusalem, welche nachdem Zeugnisse des Plinius die schönste und vorzüglichste Stadtdes Morgenlandes zur Zeit Jesu war. Unter allen aber zeich-nete sich am meisten der Tempel aus, der auf dem BergsMoriah stand. Dieses Gebäude verdankte seinen ersten Ur-sprung dem Könige Salomo, und bestand aus mehreren Haupt-theilen: aus dem eigentlichen Tempel und einigen großen Vor-häfen, die mit Gebäuden umgeben waren und verschiedene Ter-rassen bildeten.
Da der Gipfel des Berges Moriah nur ohngefähr ZOOEllenins Gevierte hatte und daher nicht alle Gebäude des Tempels fas-sen konnte: so ließ Salomo eine gegen 200 Ellen hohe starkeMauer aus dem Thale Kidron aufführen und den Zwischen-raum mit Erde ausfüllen. Diese Mauer, so wie die Gebäudedes Tempels bestanden aus ungeheuer großen Werkstücken, umden Stürmen der Zeit gehörig Trotz bieten zu können. Dasganze Tempelgebäude bildete ein längliches Viereck, dessen grö-ßere Ausdehnung von Mitternacht nach Mittag ging.
Der äußerste Vorhof war von bedeckten Säulenhallenumschlossen, und durfte von Jedermann betreten werden. Dermittlere Theil des Tempels war durch einige Gebäude, dieviele Zimmer enthielten, in mehrere Räume getrennt, die ab-gesonderte Vorhöfe bildeten, welche einen verschiedenen Abstandvon dem eigentlichen Tempel hatten und von denen der eineimmer höher als der andere lag. Der äußerste und unterstewar der Vorhof der Weiber, hierauf folgte der Vor-hof der Jsraeliten und endlich kam der Vorhof derPriester. In diesem wurden die Opfer unter freiem Him-mel aus dem Brandopferaltare dargebracht. Der Eingang