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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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V geht durch das Thal Rephaim oder das Riesenthal,ß daS seinen Namen von einem alten Kanaanitischcn Riesenvolkeführte. Dieses Thal besteht in einer lang ausgedehnten Ebene,die an verschiedenen Stellen von kleinen Hügeln eingeschlossenist und sich bis beinahe nach Jerusalem erstreckt, wo es sichan das Thal Gihon anschließt. Es war einst sehr fruchtbaran Getreide (Jesa. 17, 6.); auch trug in ihm David zweimalden Sieg über die Philistaer davon (2. Sam. 6, 1825.).

Sobald Jesu Eltern in Jerusalem angekommen waren,begaben sie sich nach dem Tempel; denn das Kind mußte erst! in den Vorhof der Weiber gebracht werden, der östlich auf! einer der unteren Terrassen des Tempelberges innerhalb derVormauer desselben sich befand. Von da begab sich hieraufdie Wöchnerin unter das östliche Thor des Vorhofs der Js-raeliten, welches das Thor Nikanors hieß, um sich daselbst' von dem Priester für rein erklären zu lassen. Hier brachteMaria als eine Wenigbemittelte zwei Tauben zum Opfer dar> und erlegte die gesetzlichen 5 Silberseckel, welche nach unseremGelde ohngefähr 2-^- Thaler betragen, da der Silberseckelohngefähr einem halben Thaler gleichkommt. Hier war es,wo der alte Simeon *) begeistert seine Freude über den An-blick des Kindes kund that, in welchem er den künftigen Mes-sias ahnte, und zwar nicht blos einen irdischen, wie die mei-sten Juden ihn erwarteten; zugleich aber wohl auch war-nend zur Maria sprach, damit sie ihre Messiashossnungen nichtüberall bekannt machen und ihren Sohn den Verfolgungendes Königs Hcrodes nicht aussetzen sollte. Hier war esauch, wo die alte fromme Anna, welche von dem Volke als! eine Prophetin verehrt wurde, ebenfalls den Höchsten pries,daß der längst erwartete Messias nun geboren war.

*) Die heilige Schrift sagt nicht näher, wer dieser Simeon war, son-j der» sie bezeichnet ihn nur als einen frommen Mann, der sehnsuchtsvoll> auf die Ankunft des Messias hoffte. Cclsns berichtet, Simeon sey blindI gewesen und als er Jesum auf den Arm genommen, sey er wieder sehend! geworden. Andere halten ihn für einen Priester, der vermöge seines Amtes! Jesum habe auf den Arm nehmen müssen, um ihn hierauf, nach erfolgte«:Lösung durch das gesetzliche Geld, der Mutter zurückzugeben. Lightfoot aberund Andere halten ihn für eine und dieselbe Person mit Radban Sameaoder Samai, dem Sohne Hillels und Mater Gamaliels, der später Borssttzer des Synedrinms wurde.