Vorwort.
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than, damit jeder Christ genügende Kenntniß und sichereGewißheit seines Glaubens und seines sittlichen Verhaltenserlange. Aber die heiligen Schriften verständlich zu machenist eben so nothwendig als ihre Verbreitung, weil die Lesersonst leicht ihre Meinungen und Dorurtheile in sie hinein-tragen und dieselben alsdann darin bestätigt zu finden wähnen,oder bei Uukenntniß irrige Ansichten sich schaffen, welche keinächt christliches Leben begünstigen. Das richtige Verständnißder heiligen Schriften beruht aber vorzüglich mit auf derdeutlichen Darlegung der Lokal- und Zcitverhältnifse, unterdenen Jesus lebte, und auf der Bekanntschaft mit den da-mals herrschenden Sitten und Gebräuchen. Hierzu beizutra-gen und jene Verhältnisse, Sitten und Gebräuche anschaulichin ihrer Gesammtheit und im Einzelnen darzulegen, war dasZiel meiner Arbeit. Schon als ich in den Jahren 1826und 1827 das Sonntagsblatt: „Gott und der Mensch",und: „der Mensch vor Gott" herausgab, ging mein Strebenvorzüglich mit dahin, ein richtigeres Verständniß der heiligenSchriften zu befördern; und da dieses beifällig aufgenommenwurde *), jenes Sonntagsblatt aber wegen äußerer ungün-stiger Verhältnisse zu erscheinen aufhörte, so übernahm ichdie Bearbeitung der vorliegenden Schrift um so williger.Die nächste Veranlassung dazu gab eine französische Schrift,welche im Jahre 1831 in Paris unter dem Titel:vo^ugss äs llesu-Llarist" erschien. Der Herr Verleger
*) Siehe z. -D. des Herrn Oi> Röhr krit. -Predigerbibtiothek. 1827,VUI. 3.