Sächsische Oberlausitz: Oppach—Rosenthal.
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(III 360). Baron Arnold Julius v. Vietinghoff-Riesch (III 361),Erbherr auf Salisburg, starb im 86. Lebensjahr in der Nacht zum29. Dezember 1918 in Riga. ■— Oppacli (III 373). S. 374 in demAbschnitt Nieder-O. lies Picka anstatt Pickau 1 ). — Pickau (III 382).Von den beiden Brüdern Joachim und Hans v. Bolberitz besassletzterer P. und Geissmannsdorf, Joachim Schönborn und Pohla.Hans starb 1540 oder kurz zuvor mit Hinterlassung der WitweEufemia. Sie erhielt vom Meissner Bischof, Stolpen, Mittwochnach dem Sonntag Quasimodogeniti 1540 [7. April] einen Leib-gedingebrief über achthalbhundert Gulden auf Sitz, Vorwerk undDorf P., Besitzungen, die Joachim nach seines Bruders Hans Todean sich gebracht hatte. Aber „weil oben benante fraw Eufemienmit dem erbarn vhesten Petern von Zschiren sich vorehlicht undaus dem gutte Picka- gewandt, so solle obgedachter Joachim vonBolberitz ir uf ire lebentage dieselben achthalb hundert gülden,das hundert mit fünf gülden, aus berurten guttern vorzinsen“.Ihren unmündigen Sohn Heinrich v. B. will Eufemia 5 Jahrelang bei sich behalten und beköstigen; während dieser Zeit gibtihr ihr Schwager Joachim 15 Gulden jährlich zu seiner Unterhaltung.Nach Eufemias Tod fallen die achthalbhundert Gulden an ihrenSohn Heinrich (H.-St.-A. Loc. 13129c, Lehnbuch Bischofs Johannesv. Maltitz 1537 —1549, Fol. LXXXVIIb). — Der genannte Joachimv. B. hatte, wie erwähnt, P. aus dem Nachlass seines BrudersHans erworben, nachdem er seine Dörfer Schönborn und Pohlaverkauft hatte. 1544 war Joachim bereits gestorben mit Hinter-lassung der Witwe Katharina und dreier Söhne Hans, Heinrichund Joachim. Diese verkauften P. an die Stadt Bischofswerda,die 1544 vom Bischof Johannes zu Meissen die Belehnung erhielt(Lehnbrief abgedruckt bei K. W. Mittag, Chronik von Bischofs-werda, 1861, S. 76). — Quatitz (III 396). Anshelm v. Loga(u)und seine Gattin Elena besassen auch das südwestlich von Quatitzgelegene Gut Kronförstchen (Krumforst). Sie verkauften es 1596an den Landeshauptmann Caspar v. Metzradt (II 167) (H.-St.-A.Loc.9545, Oberlaus.Lehens-Sachen 1536—42 undl596—1604, S.4). —Rosenthal (III 415). Die Lehn von Wilrichs v. Kyaw „Zuestandtam Gutt Rosenthal“ wird aufgelassen und dieses „dem Radte zurZittaw, denen es anderer gestalt nicht, den andere Ritter- undt
!) Knothe gibt in* seiner Adelsgeschiehte S. 270 und 514 irrtümlich an,Nicolaus v. Heynitz habe 1411 ein Wäldchen bei O. käuflich erworben.Es handelt sich indessen um einen Löbauer Bürger ähnlichen Namens: Imüber Rudolphi, ep. Misn. (H.-St.-A. Reg. 1889, Nr. 447) urkundet BischofRudolph (Bl. 11a), dass Sygemunt und Hartung von Tichnicz „das weldichenczwusehen Opach und Beyersdorff gelegin, das von uns und von unszemgoczhuse zcu Misszene zcu lehene ruret“ verkauft haben dem ehrbarenund weisen „Niclause Heynczh zur Lubow“. Der Bischof reicht eserblich zu Lehn am Bartholomäustag /[24. August] 1411 dem genannten„Niclause Henczh, burgir zur Lubaw und Hanes syme sone undsynen erbin'“.