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V. Hoym —v. Hülsen.
Seine Schwägerin ist Brigitte, geb. v. Kyaw, verm. mit Georg Ernstv. Tschirnhaus (II 1013). Das beschädigte Lacksiegel zeigt imSchilde die ins Andreaskreuz gelegten Jagdspiesse, als Helmkleinoddrei Straussenfedern. Erasmus v. H., „itzo zu Görlitz“, hatte seineoben genannte Gattin Eva, geh. v. Tschirnhaus a. d. H. Kieslings-walde, am 28. Juli 1607 gegen ihr eingebrachtes Ehegeld von600 Tlrn. verleibgedingen lassen (Ständearchiv Görlitz, Mspt. XXV5A 19 a, Leibgedinge - Briefe auf Lehngüter 1600—1616). — DerI 755, letzte Zeile genannte Hans I. v. Kyaw starb am 20. April1555, nicht 1553, wie I 756 Z. 1 erwähnt; vergl. I 955. — v. Hoym,Christiane Caroline (I 767) vermählte sich mit Ludwig Siegfried(nicht Siegismund) Grafen v. Vitzthum (111 55). — v. Hiihnerkopffs. v. Hünerkop. — v. Hülsen, Friedrich (I 774) sass 1649/50 aufder Ortenburg in Bautzen gefangen (H.-St.-A. Loc. 9560, Hiobv. Saltza contra Friederichen v. Huelsen wegen verübten Frevels164^/50). Bei seinem am 25. August 1673 erfolgten Tode hinterliess erGruna seinen Söhnen Friedrich Amand, Carl Magnus Gottlob,Ferdinand Adolph, sowie den minderjährigen Johann Georg,Leopold Gottlob Erdmann und Ernst, Heinrich Moritz. DieBrüder überliessen Gruna dem älteren Bruder Friedrich Amand am22. September 1682 für 17 200 Tlr. (Ständearchiv Görlitz, Mspt. XXV5A 10, Bl. 382, 384). — Frau Anna Helena v. H., geb. v. Warns-dorf (I 775; III 89) starb in Görlitz am 12. März 1682 im Alter von43 J. und wurde am 15. d. M. nach Gruna überführt. — Ein „Georgvon Hülss“, der als „der churlendischeMarschalck“ x ) bezeichnet wird,erhält, um an seiner Abreise nicht behindert zu sein, auf Befehl desKurfürsten Christian, Prag den 29. Juni 1607, seine hinterst eiligeMonatsbesoldung von 84011. ausgezahlt (H.-St.-A. Loc. 7318, Cammer-sachen anno 1607, Ander Theil, Bl. 30 f.). — Der oben genannte„Carl Magnus Gott lob von Hüls in, Eycheln genandt“ wendetsich gemeinsam mit Christoff von Tröschkau, Dresden den 25. Oktober1677 an den Kurfürsten von Sachsen: Sie hätten ihm als Silber-,Kammer-, Jagd- und Falkonierpagen aufgewartet und bäten nunum einen Pass, da „wir beyderseits grosse Behebung tragen alsJunge von Adel uns etwas zu versuchen und in Kriegsoccasionenzu begeben, sonderlich aber der crohn Dennemarck eine Zeitlangzu dienen“ (H.-St.-A. Gen. Loc. 11301, Hülsen). — Die Familiev. Hülsen, gen. Eicheln (Eichgeln) steht in keinerlei Verbindung mitdem blühenden Adels- und Grafengeschlecht v. Hülsen. Es istsonach I 776 Z. 3 — 6 zu streichen. Die Familie v. H., gen. E. istvielmehr eine altwestfälische, die in der Grafschaft Mark ihr Stamm-haus Eckel oder Ickel im Amt Unna hatte und hier mit den v. Essenund v. Diingeln eines Stammens und Wappens ist, 1304 zuersturkundlich erscheint und im Stammlande 1710 erlosch. Wappen:
') In Kurland hiess die Familie „von Eckein, gen. Hülsen“, vergl. z. B.das Jahrbudi für Genealogie, Heraldik und Sphragistik 1895 (Mitau 1896),