Glich v. Milziz.
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Interzession beim Pürsten zu Liechtenstein als Statthalter Böhmens,dass . . . „mier mehrgedachtte Jungfr. sowohl deroselben ihr Ver-mögen (dann ich meiner Religion halben wieder iemandes willenmich alhier in Prag oder dem Königreich Böhmen wesentlich zuhallten nicht gemeintt) in Marggraffthumb Oberlausiz gefolgt werdenmöge“. — Seine Braut hiess Marie und hatte von ihrem Vater inseinem Testament vom 25. Januar 1623 6000 fl. zu ihrer Verheiratungausgesetzt erhalten (H.-St.-A. Loc. 7220, Persecution in Böhmen undMähren belangende . . . ao 1624—27, Bl 29, 35b). Noch vorhandenist das „Zeugniss, wie Herr Carl v. Glich und Miltitz (!) auff Gross-Priesen und Leupoltshain seinen uhralten Adelichen Ritterstanderwiesen habe“. Mit zwei Wappentaf. ca. 1660 Pol. br. 1 ). — HansGeorg (1 613). Im Jahre 1615 druckte Johannes Rhamba in Görlitz„Jani Georgi Glichi a Milziz et Annae-Mariae Steinbergiae sacrumnuptiale, Gorlici XVI. Pebruari an CID IOCXV. votivis amioor.musis honoratum“ mit poetischen Beiträgen von ChristophorusArnoldus J. C.; Gregorius Richterus Gorlicius, minister ecclesiaepatriae primarius; Caspar Dornavius D.; Gottfredus Glich von MilzizJ. C.; Johannes Philippi D.; Franciscus Wendeier D.; GeorgiusManlius, Phil. & Medic. D.; Michael Gehlerus, Phil. & Med. D.,illustrissimi gymnasii de Rosis, quod est in Sophies-labiis [Gymnas.Rosenbergiacum in Sobieslav], rector; Herculides de Ufrisiis; M.Elias Cüchler; M. Joannes Palkenhain; M. Johannes Ludovicus;Melchior Agricola, Phil. & P. L., illustris gymnasii Rosenbergiaciin Bohemia conrector; Georgius Sartorius Gorl.; Joannes Steinberg;Gregorius Hauffius; Augustinus Ritter; Joannes Major, scholae Gorl.collega; Caspar Ender, Mahler“. Aus einigen der carmina gehthervor, dass Janus Georgius G. a. M. 1615 seine zweite Ehe ein-ging. — Victorinus (I 613). In seinem ebenda Anm. 8 erwähnten„Wirtschaftsbuch" bemerkt er S. lb, sein Vater sei am 25. März1600 gestorben; ihm., dem Victorinus, sei das väterliche Haus zu-gekommen, „welchs ich Ao 1601 gebauet“. Neben einem nichtmit Namen bezeichneten jüngeren Bruder hatte V. einen BruderHans. Victorin, dem in Meisters Görlitzer Annalen wegen seinerGelehrsamkeit hohes Lob gespendet wird, starb am 2. Februar 1605 2 ).Dorothea Göritz (I 613) war nicht die einzige Gattin Victorins, dennbeim Jahre 1601 heisst es in seinem Wirtschaftsbuch unter denAusgaben: „In meines des weibes Rosinen Krankheit am caducound als Erenfrid selig starb, aufgang 9 M. —, —“. Dieser Ehren-fried war wohl ein Sohn Victorins. In seinem Wirtschaftsbucherwähnt er ferner beim Jahre 1599 seine Tochter „Ennel“, 1601seine Tochter Rosina und seinen Sohn „Godfried“. 1599 wurdeihm eine Tochter Maria geboren, wie er in seinem Wirtschaftsbuchberichtet: „8. Peb. als der Zeiger 2 Virtel auf 12 schlug nach mitag,
0 Im Februar 1904 gelangte dieses „Zeugniss“ in dem Antiquariatvon Gilhofer und Ranschburg, Wien I, zur. Versteigerung.
3 ) Scriptores rer. Lusat. I, 2. Teil, S. 70a.