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Glich v. Milziz.
Malschwitz. Knothe (Neues Laus. Mag. Bd. 56, S. 80) nennt unterden Oberlausitzischen Edelleuten, die vom Kurfürsten von Sachsenim Dresdner Accord vom 21. Februar 1621 vom Pardon ausgenommenwurden, auch „Nie. v. Gersdorff auf Teichnitz, Gegenhändler“. Dergenannte Dresdner Accord (Oberlaus. Collectionswerk II, 1389) führtihn indessen nur auf als „Nicoln von Gerssdorff, Gegenhändlern“,ohne sein Gut namhaft zu machen. Hierzu teilt uns Prof. Reimannin Reichenbach i. V. mit, dass in einem Konvolut Akten des H.-St.-A.über die böhmischen Unruhen, Loc. 9177, 38. Buch, in dem u. a.von der Tätigkeit des Landvogts während des Görlitzer Landtags1620 berichtet wird, Bl. 362 „Nicol von Gersdorff auf Teichnitzund Ehnaw (Oehna), Sr. Maj. in Böhmen Gegenhändler“ als Mit-glied des ständischen, aus acht Adeligen und vier Bürgerlichenbestehenden Ausschusses bezeichnet wird, der auch nach Beendigungder Landtagsverhandlungen beim Markgrafen Johann Georg vonBrandenburg in Görlitz zu bleiben hatte und zwar sollten Nicolv. G., Wolf v. Schönberg auf Petershain und der Löbauer Stadt-schreiber Melchior Winckler stets um den Markgrafen sein, mögedieser sein, wo er wolle, „um alles im Kriegswesen befördern zuhelfen.“ Ueber Johann Georgs, Markgrafen von Jägerndorf An-wesenheit in Görlitz vergl. Jecht, Pürstl. Besuche in Görlitz, 1893,S. 63 ff. — Glich v. Milziz, Hans (Johannes) d. J. (I 611—612).Er hatte neben anderen Kindern auch eine Tochter Elisabeth, diesich am 28. September 1607 mit Dr. med. Kaspar Dornau 1 ), seit1608 Rektor des Görlitzer Gymnasiums, seit 1616/1617 Direktorund Professor am Schönaichianum in Beuthen verlobte und am7. Januar 1608 vermählte. Eine andere Tochter Hansens d. J. G. v. M.,Sophia, verheiratete sich im April 1614 mit Gottfried v. Dreyling(I 318; vergl. auch IV 12). Hans d. J. G. v. M. starb am15. Oktober 1624 zwischen 11 und 12 Uhr nachts im Alter von67 J. 37 W. und wurde auf dem Görlitzer Kirchhof zu St. Niklasbestattet (Görl. Chronik d 2 m, Sächs. Landesbibliothek). — Carl(I 612) Am 1. Mai 1624 wendet er sich von Prag aus an denKurfürsten von Sachsen, er habe mit Vorbewusst und Einwilligungihrer Mutter sich mit der hinterlassenen Tochter des Leib- undKammermedici Kaiser Rudolphs namens Hector Mascalea (Mascaglia)in ein Ehegelöbnis eingelassen. In des letzteren Testament seizwar bestimmt, seine Tochter solle einen Katholiken heiraten, in-dessen sei sie jetzt „vbers sechzehende Jhar ihres Alters, also nachBöhmischen hiesigen Rechtten ... zu hetrathen befugt“. Er bitteals ein Landsass des Markgraftums Oberlausitz um kurfürstliche
0 Gestorben als Leibarzt und fürstlicher Rat Herzogs Johann Christianzu Liegnitz und Brieg am 28. September 1632. Kaiser'Matthias hatte ihn,Wien den 1. März 1613, in den Adelsstand erhoben. (Diplom abgedruckt imNeuen Laus. Mag. Bd. 41, S. 104 ff.). Dornaus zahlreiche Schriften verzeichnetOtto, Oberlaus. Schriftstellerlexikon I, 266 f., Schulze, Supplementbd., S. 75. —Vergl. über Dornau auch Koch, Neues Laus, Mag. Bd. 93, S. 4 ff.