V. Gavei—v. Geist.
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(I 401) erwarb am 20. August 1653 (nicht 1663) Gross - Krauschavon Hiob d. J. v. Salza und empfing am 2. März 1656 die Belehnung.H.-St-A. Loc. 9547, 3. Buch Oberlaus. Lehnssachen 1651 — 67,Bl. 326 ff. — Carl Gottlob (I 401) bat, Dresden den 20. August1705, den König - Kurfürsten, ihm zu gestatten, sein Gut Gross-Krauscha „seines Gefallens und an wen ihme beliebig“ zu ver-kaufen. Sein Gläubiger Hans Ernst Reichwald v. Kämpfen (II 579),dem er 2600 Tlr. schulde, hatte „durch die gebetene Subhastation,die schon zu dreyen mahlen geschehen, so viel erlanget, dass Ermich und meine Frau, so iezo hochschwangern Leibes, nebst dreyenKindern ausm Guthe zu treiben nicht nachlassen wirdt, indem erdas lezte licitum auf 11 500 Tlr. getrieben, da hergegen ich besagtesmein Guth bey brüderlicher Theilung umb 13 500 Tlr. angenommen“.Carl Gottlob hatte, wie er schreibt, sechs Jahre in kurfürstlichSächsischen Kriegsdiensten gestanden, zuletzt als Leutnant in derLeibgarde zu Fuss in der Kompagnie des Obersten v. Wostromirski(H -St.-A. Loc. 9546, Andere Buch Irrungen zw. d. Land Ständenund Städten in Oberlausitz 1667—1721, Bl. 131 ff ). — v. Gavei(I 416). Wappen: Im blauen Schilde ein von 3 (2, 1) silbernen (?)Sternen begleiteter goldener, mit der Spitze nicht bis zum oberenSchildrande reichender Sparren, der in seinem Scheitel einen silbernenStern zeigt. Helm mit Bausch. Kleinod: 3 Pfauenfedern (Siegel-abdruck im Archiv der Brüdergemeine in Herrnhut). — v. Gehler,Matthäus (I 418) und sein Sohn Johannes besassen in Görlitzdas Haus Langenstrasse Nr. 41 (Görl. Nachrichten 1917, Nr. 105 vom6. Mai). — v. Geispitzheim. Nach v. Gehler (I 418 — 422) und vorv. Geist (I 422) ist die Familie v. Geispitzheim einzuschalten. EinGlied dieses alten ßheinländischen Geschlechts war für ganz kurzeZeit zu Ende des 18. Jahrhunderts in der Oberlausitz ansässig. VonGustav Adolph v. Gersdorff (I 601) kaufte sein LehnrittergutOstrichen (WSW Seidenberg) am 17. Juni 1771 Gustav v. G.Bereits am 9. März 1773 wurde das Gut dem königl. Preuss. Haupt-mann Carl Gottlob v. Gersdorff (I 601) adjudiziert. Wappen: Imsilbernen Schilde dreirote Zickzackbalken. Helm ungekrönt. Kleinod:Zwei silberne Hörner, belegt je mit drei roten Zickzackbalken. Deckenrot-silbern. Siebmacher I, Taf. 193, Nr. 14 unter den „Elsesischen“.—V. Geist, Curt Reinhard (I 422) auf Kottmarsdorf vermählte sichzu Schmölln am 14. November 1673 mit Ursula Margarethev. Thümmel, Tochter des Hans Wolf v. Th. (II 994) auf Frieders-dorf und „Lehn“ (Schmöllner Kirchenbuch). — Anna Sabina (I 422),geb. zu Kottmarsdorf 15. Dezember 1670, wuchs in ärmlichen Ver-hältnissen auf, lernte auf Anordnung ihres Vormundes und OheimsCurt Reinhard v. G. (I 422) wirken, um ihren Lebensunterhalt zubestreiten, wurde Haushälterin auf dem Hofe in Pethau, begab sichdann zu ihrem Oheim Abraham v. Rodewitz in Niederoderwitz,heiratete 1699 einen gewissen Clemens aus Eibau und starb 1742als seine Witwe in grosser Armut (E. Wauer, Gesch. von Eibau,