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Beobachtungen auf der Königlichen Universitäts-Sternwarte zu Leipzig : mit vorausgeschickter Beschreibung der jetzigen Einrichtung dieser Sternwarte, und einem Anhange geometrischen Inhalts
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IV. Eine Cometenbeobachtung.

Der dritte Comct des Jahres 1822, welchen Ponsin Marlia den 13 July in der Cassiopcja entdeckte, wurdeauf hiesiger Sternwarte zuerst den 4 Scptbr. gesehen.Ich beobachtete ihn von da mehrere Abende hinter einan-der mit einem Kreismikrometer. Allein ich unterdrückediese Beobachtungen, weil ich nicht alle Vorsicht für so-lide Aufstellung des Instruments angewendet zu htiAenglaube. Ein Paar Wochen spater versuchte ich eine an-dere Methode, die in der Monatl. Eorresp. XXI V, Z28vom Freyh. v. Zach sehr anempfohlne der Höhen undAzimuthe. Der 17 zollige TroughtoN'schc Kreis, wo-durch man beyde Elemente bis 5" genau erhalten kann,schien mir hierzu sehr brauchbar zu seyn. Weil der Co-met zu lichtschwach war, als daß er die Erleuchtung desSehfeldes vertragen hatte, so ließ ich statt der Silberfa-dcn zwey zarte Stanniolstreifen, den einen vcrtical, denandern horizontal, einspannen, hinter weichender Kerndes Comctcn oder ein Stern mehrere Secunden lang un-sichtbar bleiben mußte. Der Durchmesser des Sehfeldesbetragt io 27H und die Breite der Streifen 4> 42."

Die gewöhnliche Bcobachtungsart der Höhen undAzimuthe bestcht nun darum, daß man abwechselnd dieeinen und die andern nimmt und sie sodann insgesammtauf ein und dasselbe Zeitmomcnt reducirt. Um geschwin-der von Statten zu kommen und sich die mühsamen Re-ductivnsrcchnungcn zu ersparen, änderte der Frh. v. Zach