Eines der vielen glänzenden Denkmäler, welche unsererhabener König seiner weisen Fürsorge und Frei-gebigkeit für die Wissenschaften gesetzt hat, ist die Leipzi-ger Universitätssternwarte. Sie wurde in den Jahren1787 bis 1790 auf dem, am südwestlichen Ende derStadt gelegenen, Thurme des Schlosses Plcißenburg er-bauet *). Die Höhe dieses Thurmes über dem Schloß-hof, das Gebäude der Sternwarte nicht mit gerechnet, be-tragt 63^ Leipziger Ellen. Noch vor der Mitte dieserHöhe erhebt er sich über die angränzcndcn Gebäude alsein vollkommncr Cylinder mit einem Durchmesser von 30,und einer Maucrstärke von 4^. Ellen,
Auf diesem Thurme wurde nun die Sternwarte selbstangelegt als ein runder Saal von 23 Ellen 14 Zoll Durch-
*) Schon im Jahre 1711 hatte die philosophische Facultät aufdie Erbauung eines ObseivsiorH insttiemattd angetragen. Daman aber keinen tauglichen Ort hier;» ausmittcin konnte, soverzögerte sich die Ausführung.
Die erste Idee, auf dem Thurme dcrPleißenbupg eine Stern-warte aufzuführen, verdanken wir dem berühmten Astronomen,Abbe Heil, welcher bey seiner Durchreise durch Leipzig imJahre 1769 den Thurm bestiegen und den Ausspruch gethanhatte, daß er noch keinen schicklicheren Ort zur Errichtung einerSternwarte gesehen habe-
Siehe darüber mit mehreren: Schulze Abriß einer Ge-schichte der Leipziger Universität. Lcivz-1802. S. ic> 6 . DolzVersuch einer Geschichte Leipzigs. Lechz. 1818- S. 488.
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