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Beobachtungen auf der Königlichen Universitäts-Sternwarte zu Leipzig : mit vorausgeschickter Beschreibung der jetzigen Einrichtung dieser Sternwarte, und einem Anhange geometrischen Inhalts
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a. a. O. diese Methode dahin ab, daß er selbst an einemVcrticalkrcise die Höhen, und, weil der mit diesem Instru-mente verbundene Azimnthalkreis nur einzelne Minuten gab,sein Gehülfe an einem Theodolit auf ein gegebenes« Signalgleichzeitig die Azimuthe beobachtete. Offenbar aber ist diehierdurch zu erreichende Genauigkeit wenigstens nicht größer,als wenn blos Ein Beobachter an einem Instrumente, welchesbeyde Winkel mit gleicher Scharfe anzugeben im Standeist, den Stern in den Durchschnittspunkt dce Faden zubringen sucht; und dieses bleibt immer eine schwierigeSache. Ich habe daher ein noch anderes Verfahren inAnwendung gebracht, welches eben so schnell, als dieMethode der gleichzeitigen Höhen und Azimuthe fördert,und eine nur geringfügige Rcductionsrechnung nöthigmacht. Da dieses Verfahren anderswo mir noch nichtvorgekommen ist, so will ich es hier kürzlich mittheilen.

Nachdem der Stern in das Feld eingetreten ist, stelleman das Rohr so, daß er ziemlich nahe bey dem Durch-schnitt der Faden vorübergehen muß. Man beobachtenun die beyden Zeitpunkte, in denen der Stern an denhorizontalen und an den vertikalen Faden tritt. Die am-Verticalkreisc abgelesene Höhe wird alsdann dem erster-wähnten Zeitpunkt, so wie das am Azimuthalkrcise abge-lesene Azimuth dem letzteren zngchörcn. Sey nun das In-tervall zwischen beyden Zeitpunkten r, Declination,Variationswinkcl und Höhe des Gestirns /r, so

ist wahrend t