an heiteren, dem Beobachten günstigen Tagen nur umdie Zeit des Sonnenuntergangs, und auch dann nichtimmer, das Zeichen deutlich und ohne Wallung gesehenwerden kann, zu jeder andern Tageszeit aber, und haupt-sächlich früh, unruhig und nicht mit der zu Beobachtun-gen dieser Art erforderlichen Deutlichkeit erscheint. Nurbey bewölkten Himmel, und vorzüglich nach vorangegan-genen Regen, laßt sich die Lage des'Fadens gegen dasZeichen mit Schärfe bestimmen. Ferner habe ich bemerkt,baß an heiteren Tagen diese Lage kleinen Veränderungenunterworfen ist, indem Abends der Faden um ein Ge-ringes scheinbar östlicher, als früh sich zeigt. Wahrschein-lich rührt dies von der ungleichen Ausdehnung des Thur-mes von der Sonnenwärme her, ein Umstand, dem ichin der Folge noch eine besondere Aufmerksamkeit zu wid-men gedenke.
Unter solchen Verhältnissen konnte ich daher Origi-nalbcobachtungcn, ich meine Beobachtungen von Cir-cumpolarsternen in ihrer obern und untern Eulmination,zu einer genauen Bestimmung des gedachten Fehlers nichtanwenden, sondern mußte mich mit der Methode derRectascensionsdiffcrcnzcn begnügen. Ich wählte hierzuden Polarstern in seiner untern Eulmination und « VU--§inis, nicht nur weil diese Culminationcn blos um 19^verschieden sind, und folglich eine kleine Abweichung desGanges der Uhr von der Sternzcit keinen bedeutendenEinfluß hat, sondern auch, weil der eine Stern nahebeym Pol und der andere nicht weit vom Acquator cnt-