rken und starken: dann müssen wir insbesondre auch den-jenigen Nahrung geben, die sich auf unsre Angehörigenbeziehen. Sollen wir heute auf die Entfernung dessenbedache seyn, waS unsre Liebe zu den Menschen überhauptim Wege steht: so müssen wir noch mehr uns bemühen ,das zu entfernen, was die Liebc'zu den unsrigen schwächt.Sollen wir heute unsre Liebe durch Wohlthun an denTag legen: was ist dann natürlicher, als das wir vorallen diejenigen erfreuen, die unsirm Herzen so nahesind, deren Schicksal so geuau mit dem unsrigen ver-knüpft ist, unsre Eltern und unsre Kinder, unsre Gat-ten und unsre Geschwister. Bande des Blutes, ehr-würdige Pflichten und edle Gefühle des Herzens ziehenunszu ihnen hin. Gott selbst hat die Verbindung gehei-ligt, in welcher wir mit ihnen stehen. Nirgends wirdLiebe reiner geübt, nirgends ihre Glückseligkeit mehr em-pfunden, nirgends das Gemüth besser zur allgemeinenMenschenliebe gebildet als hier. Darf man den Ge-fühlen trauen, die wir für Liebe ausgeben, darf manirgendwo Liebe von uns. erwarten, wenn wir sie hiernicht beweisen? werden wir gegen irgend einen Men-schen sanft seyn, wenn wir hier hart sind? S. sey unsdenn das Fest der Erndte nicht bloß ein Fest der allgemei-nen Menschenliebe; sondern auch ein Fest der häuslichenLiebe. Lasset uns heute unsers Verhältnisses zu den Un-srigen uns recht bewußt werden. Was sie uns sind,was sie für uns gethan haben, wie sie Freude und Leidmit uns theilen, wie sie uns unterstützten und trösteten ,das wollen wir uns vergegenwärtigen ; alles,, was sieunserm Herzen t.heuer macht, wollen wir uns vorhalrcn.Heute wollen wir uns inniger mit ihnen verbinden; heu-te wollen wir sie bewegt 'an unser Herz schließen ; heutewollen wir ihnen die Hand reichen, um in Eintracht undHerzlichkeit, fest zusammenhaltend, mit ihnen zu ge-hen bis ans Grab- Haben wir etwas wider sie: heute
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