du einen fröhlichen Tag hast/ sprichtSirach;und das soll uns gesagt seyn. Von welchem Geschäftewirnnsauch ernähren: heute geziemt.es sich/ daß wirdes Segens gedenken/ den Gott uns verliehen hat. Hates uns nicht an Fortgang und an Belohnung unsrer Ar-beit gefehlt: dann müssen wir uns dankbar der Erntefreuen/ dann müssen wir aber auch derer uns erinnern/deren ein härteres Loos gefallen ist / die traurig unterden Fröhlichen sitzen / weil sie fürchten müssen / bey al-lem Ueberflusse des Jahres / Mangel zu leiden. Nein /meine Brüder/ alle können satt werden/ und sich freuen/alle sollen es nach Gottes väterlichem Willen. Lasset unsbeherzigen/ was Johannes sagt: wenn jemanddieser Welt Güter hat/ und siehe't.sei-nen Bruder darben/ und schließet seinHerz vor ihm zu/ wie bleibet die LiebeGottes bep ihm? Unser Wahlspruch scp dasWort des Apostels Paulus: so Ein Glied leidet:so leiden alle Glieder mit/ und so EinGlied wird herrlich gehalten: so freuensich alle Glieder mit. Durch Wohlthun sollvon uns das Erntefest als Fest dev Menschenliebe ge-fepert werden.
Doch an einem Feste der Menschen-liebe dürfen wir/ drittens/ auch der nä-heren Verbindungen/ worin wir mit Ein-zelnen unsers Geschlechtes stehen/ derVerbindungen/ welche zärtliche.Liebe be-seelen soll/ nicht vergessen. Sollen wirheute die Gesinnungen des Wohlwollens überhaupt we-