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Festpredigten
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477
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dem Regel wissen wollt, als von der, die Euch Euer eig-nes Wohlgefallen gibt; aber zu Euch kann auch über-haupt von hoher» Dingen nicht geredet werden.

Das Fest der Ernte verdient, viertens,ein Fest'der Liebe zu heißen, weil es unsan das genaue Verhalrniß einnert, w o-.rin wir als Menschen mit einander sie-h e n. Kein Stand kann des andern, kein Mensch kanndes andern entbehren. Einer muß den andern unterstü-tzen , und ihm in die Hände arbeiten, damit alle Bedürf-nisse leicht und glücklich befriedigt werden. Die Meistenunter uns haben selbst nichtgesaet und nicht geerntet, undsie leben.doch von dem, was gewachsen ist. Andre habenihre Stelle vertreten, und sie würden verhungern müs-sen, wenn diese ihnen nicht die Früchte ihrer Arbeit zumTausche anbothem Aber würde der Landmann denAcker bestellen, und die Früchte ddr Erde einsammelnkönnen, wenn nicht andre die Werkzeuge, die dazu-thig sind, für ihn verfertigten, wenn nicht andre ihmdasjenige lieferten, was sonst die Noihdurft des Lebensverlangt, wenn ihm nicht sein Eigenthum sicher gestelltwürde'? Und durch wie viele Hände muß das,, was dieNatur hervorbringt, erst gehen, bis wir es genießenkönnen! Welche Zubereitungen sind erforderlich., umihm die Annehmlichkeiten zu geben, an die wir gewöhntsind! Diesen vielfachen Zufammhang der Menschen,dieses Jneinandergreifen ihrer Kräfte/ diesen Tauschihrer Güter und Dienste könnten wir wahrnehmcn, oh-ne mit Ehrfurcht auf den Beruf, uns gegenseitig zu lie-ben zu merken? Noch mehr, wir haben alle dieselben