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in thatiger Liebe zu den Menschen offenbart? Ihmselbst können wir nichts vergelten : denn ihm gehört jaalles. Aber an seine Kinder hat er uns gewiesen,die unsre Brüder sind. Das ist der Dank, den ervon uns fordert, daß wir ihnen mit liebevollen Her-zen wohl thun. Wie können wir uns rühmen, daßwir ihn Hochschatzen, wenn wir uns um diejenigen nichtbekümmern, die Gott auszeichnet, mit denen er sogroße Absichten hat, wenn wir sie wohl gar Haffenund anfeinden. Liebe zu Gott und Liebe zu den Men-schen sollen bey uns in einander fließen; sie sollen sichdurch einander gegenseitig bewahren. Wie könnenwir uns denn rühmen, daß wir das Fest der Freudemit frommen Sinne feyern; wenn nicht Liebe zu denMenschen in unserm Herzen ist. Düs ist die Liebe zuGott, daß wir seine Gebote halten. Ist aber unterdiesen Gcbothen Eins umfassender und heiliger, alSdas, du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst'?Nicht bloß dafür sollen wir ein frohes und dankbaresHerz haben, daß die Erde uns den Unterhalt und dieGenüsse des Lebens gibt; sondern auch dafür, daß sieunsre Brüder, daß sie das ganze Geschlecht der Men-schen mit ihren Gaben erfreut, daß die Ernte desJahres über alles ihre Segnungen verbreitet, daß derHerr allen seine Speise gibt zu seiner Zeit. . Ist esaber nicht^strafbare Heuchelet), wenn wir diesen men-schenfreundlichen Dank vorspiegeln, und doch gegenunsre Mitmenschen gleichgültig sind, ihnen entreißen,war- ihnen gebührt, ihnen vorenthalten, worauf sieAnsprüche haben, sie im Elende lassen umkommen,