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Festpredigten
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solches zu betrachten, wenn wir, zwehtens, je-ne Bewegungen durch den Gedanken anGott heiligen. Dazu fühlen Christen sich nichtnur verpflichtet, sondern auch durch ihren Verstandund durch ihr Herz angetrieben. Gott ist der Urhe-ber unsrer Freude. Er gibt der Erde die Kraft, ihreköstlichen Früchte hervorzubringen. Er sendet Regenund'Sonnenschein zur rechten Zeit. Er entferne vonunfern Säten die Verheerung. Er verleiht Gesund-heit und Gedeihen zur Arbeit. Er erhalt Frieden undOrdnung im Lande. Wie wir von ihm alles erwar-ten müssen: so müssen wir von ihm alles herleiten,was wir empfangen. Doch für Christen bedarf eskaum dieser Ueberlegung. Die Freude erhebt ihrHerz von selbst zu Gott. Es ist ihnen Bedürfniß,alles mit den Gedanken an ihn in Verbindung zu brin-gen, alle ihre Empfindungen ihm mitzutheilen, ihreFreude über angenehme Ereignisse in Freude über Gottzu verwandeln. Die Welt ist zu enge für ihr vollesGemüth; darum wendet es sich gen Himmel. VonChristen.kann man erwarten, daß ein Fest wie dasheutige die lebhaftesten Regunge/r eines frohen DankeSerwecke, daß es ihre Liebe gegen Gott vermehre, daßes das Bestreben, sich Gott wohlgefällig zu machenbefeure. Wir schätzen die Wohlthaten Gottes nicht,wie es sich gebührt-; es fehlt uns an dem religiösenSinne, den man nicht bev uns vermissen sollte: wennman heute nicht die wärmsten Empfindungen für Gottbey uns antrifft. Womit wollen wir es aber bewei-sen, daß Liebe zu Gott uns beseelt, wenn sie sich nicht