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Festpredigten
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die Ihatigkeit welche der Reichthum des Jahres allent-halben hervoubrmgen wird; es ist Freude über die Un-terstützung, welche die Erfüllung aller Pflichten da-durch erhalt; es ist Freude über die Güte des Vatersaller Menschen, die sich uns in seinen Segnungen zuerkennen gibt, über die Hoffnungen, die wir zu ihmfassen dürfen. Mit Recht nennen wir das heutigeFest ein Fest der Freude; aber eben darum auch einFest der Menschenliebe. Die echte Freude geht im-mer von selbst in Liebe über. Wer wahrhaft froh ist,der kann nicht Ha ffen, nicht zürnen, nicht selbstsüchtigNicht gleichgültig seyn. In der Freude sind selbst har-te Menschen weich. In der Freude öffnet sich dasHerz zur sanften Theilnehmung. In der Freudewünscht man seine glückliche Stimmung allen mirzu-theilen, jedes kranke Herz zu heilen, jedes traurigeAngesicht zu erheitern; da kann man nicht unbewegt,nicht ohne zu helfen bep fremder Noth vorüber gehen.Wenn die Freude unser Herz erweitert hat : dann ver-gessen wir, was> sonst unsrer Annäherung an andre imWege steht; wir vergessen die hohd Meynung, diewir von uns selbst haben; wir vergessen empfangeneBeleidigungen; wir vergessen, daß die Verdienste unddie Vorzüge andrer uns verdunkeln. Und wer"-warewohl im Stande, in der Freude jemand zu kranken,oder sich zu rachen am Feinde? Wir dürfen nur dennatürlichen Bewegungen unsers Herzens folgen, da-mit uns das Fest der Ernte ein Fest der Menschenliebeftp-

Wir haben noch mehr Veranlassung, es als ein