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feinen Brckder, der ist ein Luger; er ist esschon dann, wenn ihm sein Bruder gleichgültig bleibt.Wer die Menschen wahrhaft liebt, in dem ist auchGefühl für Gott, ob er es gleich selbst nicht dafür e»kannte. Wenn die Liebe zu Gott die unregelmäßigeSelbstliebe bezwungen, und die Liebe gegen die Men-schen Platz gemacht hat: dann führt diese Liebe gegendie Menschen unaufhörlich zu Gott zurück, der ihrVater ist, damit sie seiner sich freuen, nnd in Ge-danken an ihn sich starken. Gottesliebe ohne Men-schenliebe und Liebe zu den Menschen ohne Liebe zuGott sind blosse Gefühle der Sinnlichkeit, die unskeinen sittlichen und religiösen Wehrt geben.
An Liese Vereinigung erinnert uns auch das heu-tige Fest. Wir können den Betrachtungen nicht nach-' gehen, zu welchen es uns veranlaßt, ohne daß sichunsre Blicke gen Himmel richten, und auch wiederauf der Menschenwelr verweilen. Wir können unSden Empfindungen nicht überlassen, die es in unSweckt,.ohne daß unser Herz sich emporgehoben fühlezu Gott und hingezogen zu unfern Brüdern. Allesruft uns hier zu: liebe, o Mensch, den Gott, derdich nährt und erfreut — und mit derselben Stimme:vergiß nicht durch welche Bande du an die Menschheitgeknüpft bist. Es ist zugleich ein Fest der Liebe zuGott und der Liebe zu den Menschen, was wir heutefevern. Das Erste leidet gar keinen Zweifel. Gotthat uns gesegnet. Er hat uns von neuem gezeigt,
- wie gütig er ist, welche Liebe er insbesondre gegenuns besitzt, und welche Mittel zu erfreuen ihm zu Ge-